
Hongkong In Hongkong sind drei Anführer der prodemokratischen Proteste von 2014 zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. Das Gericht hob damit am Donnerstag die Entscheidung einer vorangegangenen Instanz auf. Die hatte die Aktivisten Joshua Wong und Nathan Law zu Sozialstunden verurteilt und eine einwöchige Haftstrafe für einen weiteren, Alex Chow, zur Bewährung ausgesetzt.
Alle drei müssen nach der jüngsten Entscheidung nun in Haft, und zwar für acht, sieben und sechs Monate. Die Männer wurden umgehend abgeführt und mussten ihre Haftstrafe sofort antreten. Sie wurden verurteilt, im September 2014 zu einer illegalen Protestaktion aufgerufen zu haben, aus der sich weitreichende Demonstrationen entwickelten. Die Staatsanwaltschaft kritisierte das Strafmaß nach der ersten Verurteilung als zu niedrig.
Wong kündigte nach der Gerichtsentscheidung vom Donnerstag an, er werde seinen Kampf für Freiheit und Demokratie fortsetzen. Eines Tages werde Hongkong über seine Zukunft selbst entscheiden können. Die meist jungen Aktivisten hatten 2014 eine Direktwahl des Regierungschefs in Hongkong ohne Vorauswahl der Kandidaten durch die chinesische Regierung gefordert. Die Proteste in der ehemaligen britischen Kolonie dauerten elf Wochen.