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Südostasien Demonstranten in Thailand verhüllen Demokratie-Denkmal

Für politische Reformen und den Rücktritt des Ministerpräsidenten gehen Thailänder erneut auf die Straße. Die Demonstration blieb friedlich.

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In Thailand sind erneut Tausende Demonstranten für politische Reformen auf die Straße gegangen. Sie versammelten sich am Samstag am Demokratie-Denkmal in Bangkok und hüllten es in ein großes weißes Tuch, auf das sie ihre Forderungen geschrieben hatten. Dazu gehören der Rücktritt von Ministerpräsident Prayuth Chan-o-cha, eine Verfassungsänderung und eine Reform der Monarchie. Die Polizei versuchte, die Aktion zu verhindern, wobei ein Beamter verletzt wurde. Ansonsten herrschte eine eher festliche Stimmung.

Als eine Autokolonne mit König Maha Vajiralongkorn vorbeifuhr, wandten ihm die Teilnehmer den Rücken zu, zeigten mit erhobenen Fingern ihr Protestzeichen und sangen die Nationalhymne. Ein kleine Gruppe Royalisten schrie indessen Hochrufe auf den Monarchen

Viele Demonstrantinnen und Demonstranten finden, dass der König zu viel Macht hat und fordern mehr demokratische Kontrolle. Dies stößt jedoch auf Widerstand, weil viele Thailänder das Königshaus für das Symbol ihres Landes halten und es mit großer Ehrfurcht behandeln. Die einflussreiche Armee hat die Verteidigung der Monarchie als eine ihrer wichtigsten Pflichten bezeichnet.

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