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US-Vorwahlen Haushoher Sieg für Clinton in South Carolina

Hillary Clinton ging als hohe Favoritin ins US-Vorwahlrennen um die Präsidentschaft. Aber der linke Senator Bernie Sanders entpuppte sich als überraschend starker Rivale. Beginnt jetzt sein Abstieg?

Diese Kandidaten wollen 2016 ins Weiße Haus
Donald Trump Quelle: REUTERS
Jeb Bush Quelle: AP
Ben Carson Quelle: AP
Mike Huckabee Quelle: REUTERS
Marco Rubio Quelle: AP
Ted Cruz Quelle: REUTERS
Rand Paul Quelle: AP

Im Rennen um die demokratische US-Präsidentschaftskandidatur hat Ex-Außenministerin Hillary Clinton einen wichtigen Sieg errungen. Kurz vor dem „Super-Dienstag“ nächste Woche mit mehr als zehn Vorwahlen auf einmal schlug sie am Samstag in South Carolina ihren innerparteilichen Rivalen Bernie Sanders um Längen - noch weitaus höher als erwartet worden war. „Jetzt machen wir es landesweit“, rief Clinton in ihrer Siegesrede am Abend (Ortszeit) in Columbia aus.

Nach Auszählung fast aller Stimmen kam Clinton auf 73,5 Prozent, der Senator aus Vermont nur auf 26,0 Prozent. Es war nach Iowa und Nevada ihr bisher dritter Vorwahlsieg, während Sanders bisher nur in New Hampshire gewonnen hatte. Er ließ jedoch keinen Zweifel daran, dass er unbeirrt im Rennen bleiben werde.

Das Ergebnis in South Carolina hat besonders große Bedeutung, weil es dort einen hohen demokratischen Anteil an schwarzen Wählern gibt, auf die Clinton US-weit stark baut. Die Vorwahl in diesem südöstlichen Bundesstaat war daher der bisher erste große Test, ob Clintons Strategie aufgeht - was sie offensichtlich tat. So stimmten nach ersten Analysen fast 100 Prozent der älteren schwarzen demokratischen Wähler für die Ex-First Lady.

Für Sanders kam es in South Carolina darauf an zu beweisen, dass er über eine breitere Wählerbasis verfügt als die zumeist jüngeren Leute, die ihn bisher getragen haben. Das misslang dem selbsterklärten demokratischen Sozialisten in diesem Staat aber offensichtlich.

Das Duell der Dynastien
Eine schrecklich mächtige Familie: Der versammelte Bush-Clan beim 90. Geburtstag des ehemaligen US-Präsidenten George H.W. Bush (Mitte). Bush Senior war von 1989 bis 1993 der 41. Präsident der USA. Er ist nicht der einzige US-Präsident a. D. auf dem Bild... Quelle: AP
Der Knurrer aus Texas: Der damalige US-Präsident George W. Bush 2006 in Washington. Die Amtszeit von George W. zwischen 2001 bis 2009 als 43. Präsident der Vereinigten Staaten wird in den USA kritisch gesehen. Der Irakkrieg wird sein größter Fehler bleiben. In letzter Zeit ist er eher durch impressionistische Malerei aufgefallen. Bald könnte er jedoch zum Königsmacher werden... Quelle: AP
Der ehemalige US-Gouverneur Jeb Bush auf Stippvisite in Berlin: Nach Ansicht von Experten könnte der Bruder des 43. US-Präsidenten (George W. Bush) und Sohn des 41. US-Präsidenten (George H. W. Bush) bald seine Präsidentschaftskandidatur für die Republikaner bekanntgegeben. Damit würde er ein Duell der Dynastien bei der Wahl zum 45. US-Präsidenten befeuern... Quelle: AP
Jeb Bush würde dann womöglich gegen Hillary Rodham Clinton antreten, die für die Demokraten bereits auf Stimmenfang. Die ehemalige First Lady hat sich bereits als Außenministerin ihre politischen Tantiemen verdient. Als Nachfolgerin Obamas würde sie eine weitere US-Polit-Dynastie aus der Taufe heben: Möglicherweise wiederholt sich bald die Geschichte. In den USA könnte es zu einem weiteren Duell der Dynastien Bush und Clinton kommen. Zuletzt setzten sich die Clintons durch. Quelle: AP
Der US-Präsident a. D. und bald First Husband? Dann heißt es Clinton-Clan gegen Bush-Dynastie. Die Präsidentschaftswahl am 3. November 1992 entschied Bill Clinton mit 43 Prozent für sich. Der amtierende Präsidenten George H. W. Bush konnte lediglich 38 Prozent der Stimmen ergattern. Clinton-Clan gegen Bush-Dynastie Quelle: AP
Die Kennedy-Brüder John Fitzgerald Kennedy (JFK), Robert Kennedy und Edward Kennedy (v.l.) 1963: Der Kennedy-Clan ist ein ganz besonderes Beispiel für eine US-Polit-Dynastie. Eine Vielzahl von ungewöhnlichen Schicksalsschlägen traf die Familie und ihren Umkreis. Edward starb als einziger der Brüder eines natürlichen Todes. JFK kam indes unter mysteriösen Umständen um... Quelle: AP
Am 22. November 1963 wurde JFK auf einer Wahlkampfreise gegen 12:30 Uhr an der Dealey Plaza in Dallas, Texas mit mehreren Gewehrschüssen während einer Fahrt im offenen Wagen ermordet. Knapp eineinhalb Stunden nach dem Attentat wurde ein Verdächtiger namens Lee Harvey Oswald verhaftet und dann der Öffentlichkeit präsentiert. Er wurde in Polizeigewahrsam erschossen. Quelle: REUTERS

Clinton geht damit deutlich gestärkt in den „Super Tuesday“. Schon vor der Kandidatenkür in South Carolina hatte sie in Umfragen in fast allen der elf Staaten, die an diesen Tag bei den Demokraten Vorwahlen abhalten, vor Sanders gelegen - zumal sechs von ihnen wiederum einen beachtlichen schwarzen Wähleranteil haben.

Sanders kann bisher am kommenden Dienstag nur sicher von einem Sieg in seinem kleinen Heimatstaat Vermont ausgehen. Ein enges Rennen könnte es zwischen Clinton und Sanders in Massachusetts geben.

Bei den Vorwahlen geht es um die Verteilung von Delegiertenstimmen für den Wahlparteitag im Sommer, auf dem der Spitzenkandidat oder die -kandidatin offiziell gekürt werden. Daneben gibt es aber auch noch eine Reihe von Delegierten, deren Votum nicht mit dem Ausgang der Vorwahlen verknüpft ist. Bei den Demokraten braucht ein Bewerber für den Gesamtsieg mindestens 2382 Delegierte.

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Die republikanischen Vorwahlen am 20. Februar in South Carolina hatte klar der umstrittene Multimilliardär Donald Trump für sich entschieden. Er führt auch insgesamt im Vorwahlrennen der Konservativen deutlich und geht mit den besten Aussichten in den „Super Tuesday“.

Seine Hauptrivalen, die Senatoren Ted Cruz (Texas) und Marco Rubio (Florida) müssen am Dienstag unbedingt gut abschneiden, wenn sie Trump noch stoppen wollen. Für Beide gilt es als praktisch als Muss, die Vorwahl in ihren jeweiligen Heimatstaaten zu gewinnen. In Texas steht sie am „Super Tueday“ an, in Florida erst am 15. März.

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