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Wirtschaftskooperation China und Simbabwe vereinbaren „strategische Partnerschaft“

Lange stand China hinter Simbabwes Diktator Mugabe. Unter dem neuen Präsidenten Mnangagwa soll die Unterstützung sogar ausgebaut werden.

Xi Jinping, Präsident von China, und Emmerson Mnangagwa, Präsident von Simbabwe, geben sich nach einer Unterzeichnungszeremonie anlässlich des Staatsbesuchs von Mnangagwa in der Großen Halle des Volkes die Hand. Quelle: dpa

PekingNach dem Machtwechsel in Simbabwe kann das arme afrikanische Land weiter auf Chinas Unterstützung bauen. Bei einem Treffen mit dem neuen Präsidenten Emmerson Mnangagwa am Dienstag in Peking sagte Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping, die Kooperation sogar noch ausbauen zu wollen. Beide vereinbarten, das Verhältnis auf eine „umfassende strategische Partnerschaft“ hochzustufen, wie das chinesische Staatsfernsehen berichtete.

Vier Monate nach dem Sturz von Simbabwes langjährigem Diktator Robert Mugabe in einem Militärputsch Ende November machte der neue Präsident seine erste Reise außerhalb Afrikas nach Peking, was die Bedeutung Chinas für das Land im südlichen Afrika unterstreicht. Mnangagwa will die wirtschaftliche Kooperation mit der zweitgrößten Volkswirtschaft voranbringen, die traditionell gute Beziehungen zu Simbabwe pflegt.

„Es geht nicht nur darum, Kapital nach Simbabwe zu locken“, sagte Mnangagwa der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua. „Es geht darum, nach 18 Jahren Isolation einen Sprung zu machen, damit wir den Rest der Entwicklungsländer einholen.“ Auf seiner Visite, die ihn bis Freitag auch in die Provinzen Anhui und Zhejiang bringt, wird Mnangagwa von wichtigen Kabinettsmitgliedern begleitet.

Er dankte China, als „Allwetterfreund“ während der harten Zeit der Sanktionen des Westen an der Seite Simbabwes gestanden zu haben. Xi Jinping beschrieb ihn als „alten Freund des chinesischen Volkes“. Wie der Diktator Mugabe, der lange von Peking unterstützt worden war, hat auch der frühere Vizepräsident ein enges Verhältnis zu China. Der einstige Rebellenführer hatte China schon in den 60er Jahren für ein militärisches Training besucht, als in Simbabwe noch gegen die britische Kolonialherrschaft gekämpft worden war.

Die Umstände des Sturzes des 94-jährigen Mugabe hatten Spekulationen über die Rolle Chinas in dem Militärputsch ausgelöst, da nur wenige Tage vorher Simbabwes Militärchef Peking besucht hatte. China hatte aber jegliche Einflussnahme bestritten. Sein Nachfolger Mnangagwa hat für Juli eine Präsidentenwahl angekündigt. Der 75-Jährige rühmte Chinas Kommunistische Partei als „perfektes Beispiel guter Führerschaft“, von der seine Regierungspartei Zanu-PF lernen könne.

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