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Asylpolitik Deutschland plant weitere Sammelabschiebung

Deutschland hat bereits mehrfach abgelehnte Asylbewerber aus Afghanistan zurück in ihre Heimat transportiert – und für das Vorgehen auch Kritik geerntet. Nun ist ein weiterer Sammelflug nach Kabul geplant.

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Menschen demonstrieren vor dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Berlin gegen Sammelabschiebungen nach Afghanistan. Quelle: dpa

Kabul Deutschland will am Mittwoch wieder abgelehnte afghanische Asylbewerber zurück in ihre Heimat schicken. Der Sammelflug werde am Donnerstagmorgen in Kabul erwartet, bestätigte der Leiter der Empfangsabteilung für Rückkehrer im afghanischen Flüchtlingsministerium, Faisurrahman Chadam, am Dienstag. Noch wüssten die afghanischen Behörden nicht, wie viele Menschen an Bord sein werden.

Bisher hat Deutschland in fünf Sammelflügen 106 abgelehnte Asylbewerber nach Afghanistan abgeschoben. Die Abschiebungen sind umstritten, weil sich in Afghanistan der Konflikt zwischen Regierung und radikalislamistischen Taliban verschärft und es landesweit Gefechte und Anschläge gibt.

Mehrere Menschenrechtsorganisationen und Verbände - darunter Pro Asyl und Amnesty International - forderten am Dienstag einen sofortigen Stopp aller Abschiebungen nach Afghanistan. Sie beklagen schwerwiegende Mängel bei Asylverfahren von afghanischen Schutzsuchenden und befürchten, dass Afghanen auf fehlerhafter Grundlage abgeschoben werden und dadurch ihr Leben aufs Spiel gesetzt werde.

Die Organisationen zweifeln unter anderem an der Existenz einer „inländischen Fluchtalternative“, auf die die deutschen Behörden bei ihren Asylbescheiden für Afghanen regelmäßig verweisen.

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