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BAMF-Chefin Cordt Änderungen bei Asylverfahren geprüft

Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge haben bestimmte Mitarbeiter die Fluchtgründe der Asylbewerber angehört, andere dann aber über die Anträge entschieden. Das will die neue Chefin der Behörde nun ändern.

Die neue BAMF-Chefin möchte einer lang geforderten Bitte von Pro Asyl nachkommen. Quelle: dpa

NürnbergDie neue Präsidentin des Flüchtlings-Bundesamtes, Jutta Cordt, prüft eine erneute Änderung im Ablauf der Asylverfahren. Unter Cordts Vorgänger Frank-Jürgen Weise hatten bestimmte Mitarbeiter die Fluchtgründe der Asylbewerber angehört, andere dann aber über die Anträge entschieden. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hatte diese personelle Trennung in Zeiten extrem hoher Flüchtlingszahlen mit größerer Effektivität begründet.

Da die Zahlen derzeit zurückgingen, werde nun über weitere Verbesserungen nachgedacht, sagte Cordt dem „Focus“ (Samstag). „Etwa, ob wir die Trennung in Entscheider und Anhörer jetzt wieder aufheben können.“ Flüchtlingsorganisationen wie Pro Asyl hatten dies mehrfach gefordert. Am Ende sei das Asylverfahren doch ein geschlossener Vorgang, sagte Cordt.

Das BAMF sei inzwischen auf große Flüchtlingszahlen vorbereitet. Eine Obergrenze gebe es für das Amt nicht. „Jeder, der bei uns einen Antrag auf Asyl stellt, hat ein Recht darauf, dass wir sein Schutzersuchen prüfen“, sagte Cordt.

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