These 24 Ein deutsches Harvard schaffen, das wäre was

Seit Jahren wird debattiert, wie deutsche Unis zur Weltspitze aufschließen können. Die Lösung ist ganz einfach: Ja zur Elite-Förderung – und zu mehr Geld.

Absolventen dieser Kaderschmieden verdienen das meiste Geld
Esade Business School Quelle: Presse
WHU Beisheim Quelle: Presse
Vienna University of Economics and Business Quelle: Presse
Platz 7: IE Business School (Spanien)
London Business School Quelle: Presse
Rotterdam School of Management Quelle: Presse
Platz 4: ESCP Europe (Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Italien und Spanien)Die Business School ESCP Europe bildet angehende Manager in Berlin, London, Madrid, Paris und Turin aus. Wer dort den Studiengang "ESCP Europe Master in Management" belegt, kann anschließend mit einem Einstiegsgehalt von rund 66.000 Euro rechnen. Quelle: Presse
ESSEC Business School
HEC Paris Quelle: Presse
 University of St. Gallen Quelle: Universität St.Gallen (HSG), Hannes Thalmann

Gerhard Schröder machte es wie so oft – er probierte es mit der Brechstange. Es müsse doch möglich sein, zumindest einige deutsche Universitäten auf die internationalen Spitzenränge zu hieven, gab er als Losung aus. Endlich ein deutsches Harvard, Princeton oder wenigstens etwas wie die Zürcher ETH, so umriss der damalige Bundeskanzler im Jahr 2004 seine Ambitionen. Schröders Plan war simpel: Zwei oder drei deutsche Universitäten sollten bis zu eine halbe Milliarde Euro pro Jahr erhalten – und das über ein Zeitraum von einem Jahrzehnt. Müsste da nicht Elite rauskommen?

Es kam, natürlich, etwas anders: Die Bundesländer wehrten sich gegen wenige mächtige Eliteunis, lieber sollten alle etwas abkriegen, die sogenannte Exzellenzinitiative wurde geboren. Ein klassischer Kompromiss des deutschen Bildungsföderalismus. In diesem Jahr endet das Projekt – und wird, welch Wunder, nahtlos mit der Exzellenzstrategie fortgesetzt: ähnliches Konzept, vergleichbares Volumen.

Der Fairness halber sei gesagt: Das deutsche Hochschulwesen ist tatsächlich in der Breite besser geworden. Doch ein Mangel bleibt: Uns fehlen akademische Aushängeschilder mit weltweitem Renommee. Von den Bedingungen amerikanischer Eliteunis sind selbst führende deutsche Unis immer noch weit entfernt. Beispiel Harvard: Die Privatuni aus Boston konnte vergangenes Jahr über ein Budget von knapp 4,8 Milliarden US-Dollar verfügen. Die LMU sowie die TU in München kamen zusammen auf drei Milliarden Euro, bei beiden das dazugehörige Klinikum eingerechnet. Über 90.000 Studenten werden mit diesen Mitteln ausgebildet. In Harvard sind es nur gut 20.000.

Wir brauchen deshalb mehr Mut zur Elitenförderung und das dazu nötige Geld. Nicht als Konkurrenz zur Exzellenzstrategie, als Ergänzung. Wer auch künftig zu den wichtigsten Bildungsnationen gehören will, benötigt eine international sichtbar Spitzenuni. Schon als Ansporn für alle anderen.

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