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Bundeswehr-Skandal Staatsanwaltschaft prüft Ermittlungen gegen Pfullendorf-Kaserne

Die Pfullendorfer Kaserne steht erneut im Fokus der Justiz: Mehrere Soldaten sollen zusammengebrochen sein – die Staatsanwaltschaft prüft die Aufnahme von Ermittlungen.

Anfang 2017 wurden bereits vier Soldaten der Kaserne entlassen. Sie sollen an Folterritualen beteiligt gewesen sein. Quelle: dpa

PfullendorfWegen möglicherweise neuer Verfehlungen bei der Ausbildung junger Soldaten in der ohnehin skandalumwitterten Kaserne in Pfullendorf prüft die Staatsanwaltschaft die Aufnahme von Ermittlungen. Das sagte ein Sprecher der zuständigen Behörde in Hechingen (Zollernalbkreis) am Dienstag. Zuvor hatte „Spiegel Online“ berichtet, dass bei einem Marsch mehrere Soldaten zusammengebrochen seien. Ein Unteroffiziersanwärter sei sogar in Ohnmacht gefallen und habe ins Krankenhaus gebracht werden müssen. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, die Behörde habe erst durch den Bericht von dem Vorfall erfahren. Es werde aber nun geprüft, ob ein zureichender Verdacht auf strafbare Handlungen bestehe und die Staatsanwaltschaft ermitteln müsse.

Dem Bericht zufolge soll es bereits interne Ermittlungen zu dem Vorfall geben. Das Verteidigungsministerium kommentierte die laufenden Ermittlungen zunächst nicht.

Die Bundeswehr musste schon mehrfach in der Staufer-Kaserne in Pfullendorf (Kreis Sigmaringen) ermitteln, nachdem Anfang 2017 Berichte die Öffentlichkeit schockiert hatten. Es ging um angebliche sexuell-sadistische Praktiken - die Justiz bestätigte diese Vorwürfe nicht - und um qualvolle Aufnahmerituale. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte die Vorgänge als „abstoßend und widerwärtig“ bezeichnet. Wegen der Aufnahmerituale wurden vier Soldaten entlassen.

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