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EnergiekriseWüst will Ausstieg aus Kohle und Atomkraft verschieben

Wegen der unsicheren Lage sollen Kraftwerke nicht abgeschaltet, sondern in die Reserve genommen werden, fordert der CDU-Politiker Hendrik Wüst. „Angesichts der aktuellen Situation kann auch die Bundesregierung kaum zu einem anderen Ergebnis kommen“.Daniel Goffart 22.04.2022 - 06:00 Uhr

Hendrik Wüst (CDU) hat sich mit Blick auf drohende Engpässe bei den Energieimporten dafür ausgesprochen, die beschlossenen Ausstiegspläne aus der Kohle und der Kernkraft zu verändern.

Foto: dpa

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat sich mit Blick auf drohende Engpässe bei den Energieimporten dafür ausgesprochen, die beschlossenen Ausstiegspläne aus der Kohle und der Kernkraft zu verändern. „In diesem Jahr sollen in NRW eigentlich 1,6 Gigawatt Stromerzeugung vom Netz gehen“, sagte Wüst in einem Interview der „WirtschaftsWoche“. „Vieles spricht dafür, diese Kraftwerkskapazitäten nicht endgültig abzuschalten, sondern in die Reserve zu geben, um zusätzliche Versorgungssicherheit zu ermöglichen“.

Mit Blick auf den eigentlich beschlossenen Ausstieg aus der Kohle erinnerte Wüst daran, dass der „deutsche Klimaschutzplan bis 2028 ohne den maßgeblichen Beitrag von NRW nicht zu erfüllen wäre“, da nur Kohlekraftwerke an Rhein und Ruhr vom Netz gehen sollen. „Was die Bundesregierung an Klimaschutz verspricht, muss zunächst NRW halten“, betonte Wüst. Das bedeute, „dass wir einen positiven Beitrag leisten können, um in unsicherer Zeit die Stromversorgung sicherzustellen“.

Auch mit Blick auf die noch laufenden drei Atomkraftwerke spricht sich Wüst für eine Verschiebung der Abschaltung aus. „Mit Blick auf die Netze ist es wichtig, die Energie möglichst da zu erzeugen, wo sie auch verbraucht wird“, sagte er. „Angesichts der unsicheren Lage sollten bestehende konventionelle Kraftwerke – wo technisch möglich – in die Reserve genommen werden, um einen Beitrag für eine stabile Versorgung zu gewährleisten.“

Den Widerstand der Grünen fürchtet er nicht, betone Wüst. „Angesichts der aktuellen Situation kann auch die Bundesregierung kaum zu einem anderen Ergebnis kommen“.

Hendrik Wüst

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