WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Fall Philipp Amthor Bundesverkehrsministerium hatte Kontakt zu umstrittener US-Firma

Das Ministerium unterstützt Augustus Intelligence zwar nicht finanziell, stand aber im Austausch mit dem Start-up. Mit der Erklärung reagiert das Ministerium auf neue Vorwürfe.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
Scheuers Ministerium hatte vor zwei Jahren Gespräche mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen geführt, darunter auch mit dem in der Lobbyaffäre verwickeltem US-Start-up Augustus Intelligence. Quelle: dpa

Das Bundesverkehrsministerium hat darauf hingewiesen, dass das im Fall Philipp Amthor in die Kritik geratene Start-up Augustus Intelligence vom Ministerium nicht finanziell unterstützt wird. Ein Sprecher räumte am Donnerstag in Berlin allerdings ein, dass es Kontakte zu dem Unternehmen gegeben habe. Der Sprecher erläuterte, das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) habe einen „Aktionsplan Digitalisierung und Künstliche Intelligenz in der Mobilität“ erarbeitet und damit die „Strategie Künstliche Intelligenz der Bundesregierung“ unterstützt. In diesem Zusammenhang habe es Gespräche und Austausch mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen gegeben, zum Beispiel am 26. September 2018 in Berlin.

Das Ministerium reagierte damit auf einen Artikel des „Spiegels“, der die Frage stellt, wie das Treffen mit dem Start-up und den Vertretern gestandener deutscher Unternehmen zustande gekommen sei. Das Magazin schreibt, wenn nicht Amthor den Kontakt hergestellt habe, so könnten sich auch andere einflussreiche Personen im Umfeld der Firma mit ihren Kontakten zur CSU als Vermittler angeboten haben.

Dazu gehören demnach Leute wie der geschasste Ex-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen oder der frühere BND-Chef August Hanning. Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sei sogar als Teilhaber bei Augustus eingestiegen und sei Präsident der Firma geworden.

Der Sprecher erläuterte indessen weiter, zu den vom Ministerium Eingeladenen gehörten Vertreter von BMW, Bosch, Cargonex, Deutsche Bahn und Deutsche Telekom sowie aus der Wissenschaft, etwa dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, dem Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationsforschung und der Technischen Universität Berlin – und eben auch von Augustus Intelligence. Es sei dabei um Anwendungen von KI – national und international – gegangen, auch aus Sicht eines Startups. Für das Expertengespräch seien bis zu zwölf Personen aus Wirtschaft und Wissenschaft gesucht worden.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%