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Kapitalismus-Kritik Chef der NRW-SPD stellt sich hinter Kevin Kühnert

Sebastian Hartmann mahnt ein Auseinanderklaffen von sozialer Gerechtigkeit und Marktwirtschaft an. Enteignungen würden aber am Thema vorbeigehen.

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Der Chef der NRW-SPD bemerkt eine Verschiebung in der Mitte der Gesellschaft. Quelle: dpa

Düsseldorf Nach dem Juso-Vorsitzenden Kevin Kühnert hat auch Nordrhein-Westfalens SPD-Chef Sebastian Hartmann deutliche Kapitalismus-Kritik geübt. „Jeder spürt, dass in den vergangenen Jahren immer mehr ins Rutschen geraten ist, und zwar in der Mitte der Gesellschaft“, sagte Hartmann am Montag in Düsseldorf. „Da ist etwas aus dem Gleichgewicht geraten: Das Soziale und der Markt stimmen nicht mehr überein.“

Eine Debatte über Enteignungen gehe aber am Thema vorbei. „Die Enteignung eines Wohnkonzerns baut ja keine Wohnung“, unterstrich der SPD-Landeschef. Es mache keinen Sinn, die knappen öffentlichen Gelder in Entschädigungen für enteigneten Besitz zu investieren.

Kühnert war in einem „Zeit“-Interview für eine Kollektivierung großer Unternehmen „auf demokratischem Wege“ eingetreten. Zudem sei es im Grunde nicht legitim, über die eigene Wohnung hinaus Wohneigentum zu besitzen, meinte er.

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