Neuer Ärger für die Bundeswehr Marinehubschrauber „Sea Lion“ offenbar nicht seetauglich

Neue Rüstungsprobleme bei der Bundeswehr. Laut einem Medienbericht darf der neue Marinehubschrauber „Sea Lion“ nicht über dem Meer eingesetzt werden.

Das ist der Marine-Hubschrauber "Sea Lion"
Hubschrauber "Sea Lion" bei rauer See auf der Plattform eines Schiffs Quelle: Airbus Helicopters
Hubschrauber "Sea Lion" bei rauer See im Anflug auf ein Transportschiff Quelle: Airbus Helicopters
Der Hubschrauber "Sea Lion" überfliegt einen Stützpunkt in Kiel Quelle: Airbus Helicopters
Menschen arbeiten an einem "Sea Lion"-Hubschrauber Quelle: Airbus Helicopters
Cockpit des Hubschraubers "Sea Lion" Quelle: Airbus Helicopters
Hubschrauber "Sea Lion" auf einem Transportschiff Quelle: Airbus Helicopters

Der neue Marinehubschrauber „Sea Lion“ darf nach einem internen Gutachten des Luftfahrtamts der Bundeswehr nicht über Nord- und Ostsee eingesetzt werden. Nach den international gültigen Bestimmungen erreiche er nur die „Flugleistungsklasse 3“, zitiert das Magazin „Der Spiegel“ aus dem Gutachten. Damit sei „der Betrieb über Gebieten mit schwierigen Umgebungsbedingungen nicht erlaubt“. Als solches sei das offene Meer nördlich des 45. Breitengrades definiert, also auch die Nord- und Ostsee.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums wies die Darstellung als „nicht richtig“ zurück. „Natürlich wird der „Sea Lion“ alle Fähigkeiten haben, um im Seeflug und als Rettungshubschrauber eingesetzt zu werden“, sagte er.

Es sei „ein ganz normaler Vorgang, dass auf dem langen Weg bis zur Einführung eines neuen Systems zahlreiche Tests und Überprüfungen gemacht werden, um ein leistungsfähiges System zu bekommen“. Was zähle, sei „die Version, die von der Bundeswehr am Ende abgenommen wird“.

Der neue Marinehubschrauber ist Bestandteil des ersten großen Rüstungsdeals von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Die 18 Hubschrauber sind Teil einer Rahmenvereinbarung mit dem Hersteller Airbus über insgesamt 168 Helikopter im Wert von 8,7 Milliarden Euro. Der Haushaltsausschuss des Bundestags wird voraussichtlich in dieser Woche über den Deal entscheiden.

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