Silvesternacht Friedlicher Start ins Jahr 2018

Viel Feuerwerk, wenig Krawall - die Silvesternacht verlief in Deutschland weitgehend friedlich. Quelle: dpa

Prosit Neujahr: Mit ausgelassenen Partys und farbenfrohem Feuerwehr begrüßen die Menschen überall in Deutschland das neue Jahr. Die Polizei berichtet von vereinzelten sexuellen Übergriffen.

Auf ein frohes Neues: Fast überall in Deutschland sind die Menschen fröhlich und friedlich ins Jahr 2018 gestartet. Pünktlich um Mitternacht erreichten die vielen Feuerwerke und Partys trotz oft regnerischem und windigem Wetter ihren Höhepunkt. Bei der größten Silvesterparty Deutschlands am Brandenburger Tor in Berlin feierten mehrere Hunderttausend.

Ausschreitungen gab es in Leipzig, wo 40 bis 50 Randalierer Polizisten mit Böllern und Steinen bewarfen. Ein 14-jähriges Mädchen im thüringischen Triptis muss um ihr Augenlicht fürchten, nachdem ein explodierender Böller in eine Menschengruppe geworfen wurde. Polizeisprecher in Großstädten sprachen am frühen Morgen von vereinzelten sexuellen Übergriffen auf Frauen.

Die Polizei in Köln sagte am Neujahrsmorgen, neun Frauen hätten angegeben, unsittlich angefasst worden zu sein. Drei Tatverdächtige seien identifiziert worden. Szenen wie in der berüchtigten Kölner Silvesternacht vor zwei Jahren habe es nicht gegeben. So sei es nirgends zu Zusammenrottungen von mehreren Hundert Menschen gekommen. In der Silvesternacht 2015/16 waren in Köln zahlreiche Frauen von Männergruppen sexuell bedrängt und bestohlen worden. Unter den Beschuldigten waren viele Nordafrikaner und Flüchtlinge.

In München sei „gar nichts“ Derartiges gemeldet worden, sagte ein Polizeisprecher am Montagmorgen. Die Erfahrung zeige aber, „dass so etwas oft erst ein, zwei Tage später angezeigt wird“.

Bei der großen Silvesterparty auf der Festmeile am Brandenburger Tor gab es nach Polizeiangaben vom Montagmorgen zehn Fälle von sexueller Belästigung. Sieben Personen seien in Gewahrsam genommen worden. Erstmals gab es auf der Festmeile einen Rückzugsbereich für sexuell belästigte Frauen mit geschulten Helfern des Roten Kreuzes.

Randalierer in Leipzig attackierten Polizisten in der Silvesternacht mit Böllern und Steinen. Über Lautsprecher hätten die Beamten die Angreifer verwarnt, erklärte die Polizei. Da sich diese weiterhin widersetzt hätten, habe man Wasserwerfer eingesetzt. Mehrere Personen wurden wegen schweren Landfriedensbruchs in Gewahrsam genommen.

Am Brandenburger Tor unterhielten Stars wie Oli P. und Conchita die Besucher. Um 0.00 Uhr erleuchtete ein riesiges Feuerwerk den Nachthimmel. Die Berliner Feuerwehr sprach von einer durchschnittlichen Silvesternacht: Bis sechs Uhr am Morgen habe es fast 1600 Einsätze gegeben. Mehr als 1000 davon seien Rettungseinsätze gewesen.

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