Verband Keine Outingwelle in der Wirtschaft durch Hitzlsperger

Exklusiv

Das Outing von Thomas Hitzlsperger wird wohl keine Outingwelle von Managern nach sich ziehen.

Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger hat sich in dieser Woche geoutet Quelle: dpa

Das Bekenntnis des früheren Fußball-Nationalspielers Thomas Hitzlsperger zur Homosexualität wird nach Einschätzung des Verbandes schwuler Führungskräfte keine Outingwelle in der Wirtschaft auslösen. „Natürlich gibt es auch schwule Dax-Vorstände. Die wollen sich aber nicht outen, weil sie mit ihrer beruflichen Leistung in der Öffentlichkeit stehen wollen und nicht mit ihrem Privatleben“, sagte der Verbandsvorsitzender Bernd Schachtsiek der WirtschaftsWoche.

„Das soll auch jungen Spielern Mut machen”


Homosexuellen Managern rät Schachtsiek, sich vor einem Outing genau über den eigenen Arbeitgeber zu informieren. „Je länger Sie mit Ihrem Outing warten, je eher können sich Kollegen hintergangen fühlen. Klären Sie aber vorher, wie Ihr Arbeitgeber generell zu Homosexualität steht“, so Schachtsiek. „Suchen Sie sich Unterstützer, im Unternehmen und außerhalb. Es kommen auf jeden Fall Reaktionen – aber sie sind in der Regel positiver als befürchtet.“
Im Übrigen sollten Homosexuelle nicht gleich jede Bemerkung als schwulenfeindlich einschätzen. „Schwulenwitze gibt es überall, genauso wie Blondinenwitze. Ich kann da auch drüber lachen – wenn sie gut sind“, meint Schachtsiek, der die gleichnamige Beratung in Berlin leitet. „Wichtig ist nur: Handelt es sich dabei um einen Gag oder eine Geisteshaltung? Oft ist es nur Gedankenlosigkeit, keine Diskriminierung.

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