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Nach China-Importstopp EU will mehr Plastik zu Hause recyceln

Plastikmüll-Berge Quelle: dpa

Eine Importsperre von China und zunehmender Plastikmüll veranlassen die EU mehr auf das Recycling von Kunststoffen im eigenen Hause zu setzen.

Die EU-Kommission will angesichts des Plastikmüll-Importverbots in China mehr Kunststoff-Abfall in Europa wiederverwerten. Dazu spiele die Brüsseler Behörde verschiedene Ideen durch wie eine Plastiksteuer oder Auflagen für Wegwerfverpackungen, sagte EU-Kommissions-Vizepräsident Jyrki Katainen am Dienstag in Straßburg. In der Europäischen Union fielen jährlich 26 Millionen Tonnen Plastikmüll an, die größtenteils nach Asien exportiert würden. "Das Vorgehen ergibt wirtschaftlich und für die Umwelt keinen Sinn."

Die EU-Staaten und das Europäische Parlament einigten sich vorigen Monat auf ein neues Vorgehen mit einer verbindlichen Recycling-Quote. Demnach soll bis 2030 rund 55 Prozent des Mülls aus Plastikverpackungen wiederverwertet werden. Zusätzlich will die Kommission nun sicherstellen, dass die Kunststoffe in der EU komplett recycelt werden können. Zudem will Katainen den Einsatz winziger Plastikpartikel wie etwa in Kosmetikprodukten einschränken. Auch die Verschmutzung der Meere mit Plastikabfall soll verringert werden. "Es ist mehr und mehr ein Gesundheitsproblem, da das Plastik sich in kleine Teile auflöst, von Fischen gefressen wird und dann auf unseren Tellern landet."

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