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Regierungsbildung in Italien Salvini: Kein Minister nach deutschem Geschmack

Matteo Salvini, Parteichef der Lega Quelle: dpa

Lega-Chef Matteo Salvini kontert Kritik aus Deutschland. Er stärkt seinem Wunschkandidaten als Wirtschafts- und Finanzminister den Rücken.

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Der Chef der vermutlich künftigen Regierungspartei Lega in Italien hat empfindlich auf Warnungen von Politikern und Medienkommentaren aus Deutschland über die Regierungsbildung reagiert. „Deutsche Zeitungen und Politiker beschimpfen (uns) als italienische Bettler, Nichtstuer, Steuervermeider, Schnorrer und Undankbare“, twitterte Matteo Salvini am Samstag. „Und wir sollen einen Wirtschaftsminister auswählen, der ihnen passt? Nein, danke!“
Die Regierungsbildung in Italien ist ins Stocken geraten, weil es Probleme bei der Besetzung des wichtigen Wirtschafts- und Finanzministeriums gibt. Nach Wünschen der rechtspopulistischen Lega soll der ausgemachte Deutschland- und Euro-Kritiker Paolo Savona das Ressort besetzen. Die Koalitionspartner der Fünf-Sterne-Bewegung sprechen sich ebenfalls für Savona aus.
Die umstrittene Personalie dürfte allerdings Staatspräsident Sergio Mattarella nicht gefallen, der die Ministerliste absegnen muss. Am Samstag war zunächst unklar, wann der designierte Ministerpräsident Giuseppe Conte Mattarella die Liste vorlegen wollte.

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