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WahlenStichwahl erwartet – Rumänen stimmen über künftigen Staatschef ab

Kein Kandidat dürfte auf Anhieb die absolute Mehrheit erreichen. Wahrscheinlich wird eine Stichwahl notwendig. Ein extrem rechter Bewerber könnte in die Endrunde kommen. 24.11.2024 - 13:21 Uhr

In Rumänien hat die Präsidentenwahl begonnen. Um die Nachfolge von Staatsoberhaupt Klaus Iohannis bewerben sich 13 Kandidatinnen und Kandidaten.

Falls am Sonntag wie erwartet niemand von ihnen die absolute Mehrheit gewinnt, gibt es in zwei Wochen eine Stichwahl zwischen den beiden Bestplatzierten. Die Wahllokale schließen um 20.00 Uhr deutscher Zeit. Rumänen im Ausland konnten schon seit Freitag abstimmen.

Prominentester Bewerber ist Ministerpräsident Marcel Ciolacu, der von den Sozialdemokraten unterstützt wird. International bekannt ist auch der frühere Außenminister und spätere stellvertretende Nato-Generalsekretär Mircea Geoana.

Als aussichtsreich gilt der Rechtspopulist George Simion, der sich für eine Wiedervereinigung mit der Republik Moldau einsetzt, die die Sowjetunion 1940 mit Billigung Hitlers besetzt hatte. Umfragen favorisierten Ciolacu und Simion für die Stichwahl.

Ministerpräsident Ciolacu sagte der Nachrichtenagentur AP, er wolle als Präsident seine Landsleute davon überzeugen, dass es sich lohne, nach Rumänien zurückzukommen, beziehungsweise im Land zu bleiben.

„Rumänien hat die große Chance, in den nächsten zehn Jahren eine entwickelte Wirtschaft zu werden, in der ehrliche Arbeit gerecht entlohnt wird und die Menschen die Sicherheit eines besseren Lebens haben“, sagte er.

Rumänen wählen auch neues Parlament

Die rechtspopulistische Partei Allianz für die Vereinigung der Rumänen lehnt gleichgeschlechtlichen Ehen ab und hat enge Verbindungen zur rumänisch-orthodoxen Kirche.

Simion hat den Sieg Donald Trumps bei den US-Präsidentschaftswahlen begrüßt und den russischen Staatschef Wladimir Putin als Kriegsverbrecher bezeichnet. Weitere Militärhilfe für die Ukraine lehnt er allerdings auch ab.

Der rumänische Präsident verfügt über wichtige Entscheidungsbefugnisse in Bereichen wie der nationalen Sicherheit und der Außenpolitik. In dem Land wird auch das Parlament neu gewählt – und zwar am 1. Dezember.

AP
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