Groq: KI-Chip-Start-up verdoppelt Bewertung auf 6,9 Milliarden Dollar
Das auf KI-Halbleiter spezialisierte US-Start-up Groq hat seine Bewertung binnen gut eines Jahres auf 6,9 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt. In der jüngsten Finanzierungsrunde seien 750 Millionen Dollar eingesammelt worden, teilte Groq am Mittwoch mit. Die Investitionen spiegeln den Trend der Anleger wider, vermehrt auf Hardware für Künstliche Intelligenz (KI) zu setzen.
Die Finanzierungsrunde wurde von der Investmentgesellschaft Disruptive mit 350 Millionen Dollar angeführt. Disruptive unterstützt auch Unternehmen wie Palantir und Spotify. Bedeutende Investitionen kamen Groq zufolge auch von Blackrock, Neuberger Berman, Deutsche Telekom Capital Partners und einem großen Vermögensverwalter von der US-Westküste. Zudem beteiligten sich Samsung, Cisco, D1, Altimeter, 1789 Capital und Infinitum.
Die von einem ehemaligen Ingenieur der Google-Mutter Alphabet gegründete Firma mit Sitz im kalifornischen Mountain View hatte bei ihrer vergangenen Finanzierungsrunde im August 2024 640 Millionen Dollar eingesammelt und ihren Wert auf 2,8 Milliarden Dollar erhöht. Das Start-up stellt sogenannte Inferenz-Halbleiter her. Diese optimieren bereits trainierte KI-Modelle für die Anwendung. Auch der führende KI-Chiphersteller Nvidia sowie der kleinere Konkurrent AMD setzen darauf, mehr auf Inferenz ausgerichtete Chips anzubieten. „Inferenz definiert diese Ära von KI, und wir bauen die amerikanische Infrastruktur, die sie mit hoher Geschwindigkeit und niedrigen Kosten liefert“, sagte Groq-Gründer und CEO Jonathan Ross.
Anfang des Jahres hatte sich Groq eine Zusage Saudi-Arabiens in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar gesichert. Damit soll die Lieferung der KI-Chips in das Land sichergestellt werden.
Lesen Sie auch: KI als Geldmaschine – wo sind die Grenzen für Nvidia?