Auszeichnung: Medizin-Nobelpreis an in Deutschland arbeitenden Evolutionsforscher
Svante Pääbo vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig.
Foto: dpaDer diesjährige Nobelpreis für Medizin geht an den in Leipzig forschenden Schweden Svante Pääbo. Das teilte der Generalsekretär des Nobelkomitees, Thomas Perlmann, am Montag im Karolinska-Institut in Stockholm mit.
Ausgezeichnet wird er für seine Forschung zur menschlichen Evolution. Seine Ergebnisse erzielte er an der Ludwig-Maximilians-Universität München und ab 1997 am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig.
Im vergangenen Jahr waren die US-Forscher David Julius und Ardem Patapoutian für die Entdeckung von Rezeptoren für Temperatur und Druck geehrt worden.
Der Nobelpreis für Medizin bildet den Auftakt einer Reihe von Nobelpreis-Bekanntgaben in dieser Woche. Am Dienstag geht es mit dem Nobelpreis für Physik weiter, am Mittwoch mit Chemie, wer den Literaturnobelpreis erhält, wird am Donnerstag bekanntgegeben.
Die Bekanntgabe des oder der Empfänger des Friedensnobelpreises folgt am Freitag, wer den Preis für Wirtschaftswissenschaften im Gedenken an Alfred Nobel erhält, wird am 10. Oktober verkündet.
Die Preise sind mit zehn Millionen schwedischen Kronen dotiert (etwa 920.000 Euro) und werden für bahnbrechende Forschungen und nicht für eine Lebensleistung verliehen. Vergeben werden sie am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.