Erstmals seit 17 Jahren Kosmonautin fliegt ins Weltall

Der deutsche Raumfahrer Alexander Gerst bekommt weibliche Verstärkung. Erstmals seit 17 Jahren ist mit Jelena Serowa wieder eine Kosmonautin im Weltall. Die 38-Jährige ist die erste Russin auf der ISS.

Die fliegende Untertasse der Nasa
Mars, wir kommen: Die Nasa testet ein neues Forschungsgerät. Der "Low Density Supersonic Decelerator", kurz LDSD, erinnert stark an ein UFO aus einem Science-Fiction-Streifen. Quelle: AP
Bei dem Gerät handelt es sich um eine Art Riesen-Fallschirm, der eine Landung auf dem Mars ermöglichen soll. Quelle: AP
Die Fliegende Untertasse soll mit einer Rakete angetrieben werden und am 14. Juni zu einem ersten Test von Hawaii aus starten. Mit dem Gerät sollen größere Lasten auf den Roten Planeten transportiert werden können. Quelle: AP
Hier wird der LDSD verladen. Eigentlich sollte der Test schon am 11. Juni starten, er musste aber wegen schlechten Wetters verschoben werden. Quelle: AP
Die Fliegende Untertasse hängt an einem Kran. Das Testgebiet ist die Erdatmosphäre. Ein Ballon soll den Super-Fallschirm zunächst 37 Kilometer über den Pazifik befördern. Auf der Höhe angekommen wird er abgekoppelt, eingebaute Raketendüsen sollen ihn dann mit einer Geschwindigkeit von Mach 4 auf eine Höhe von 55 Kilometern über der Erde tragen. Dies entspricht etwa den Umständen in der dünnen Marsatmosphäre. Quelle: AP
Wenn das Gerät anschließend zur Erde herabfällt, soll der 33,5 Meter breite Fallschirm aufgehen, den Fall bremsen und eine weiche Landung im Pazifik ermöglichen. Bislang nutzt die Nasa kleinere Fallschirme für ihre Landemanöver von Fluggeräten auf dem Mars. Doch für eine sichere Landung von Menschen oder schweren Geräten ist ein deutlich größerer Schirm notwendig. Quelle: AP

Als erste Kosmonautin ist die Russin Jelena Serowa vom Weltraumbahnhof in Baikonur zur Internationalen Raumstation ISS gestartet - gemeinsam mit zwei weiteren Raumfahrern. Die Raumkapsel „Sojus TMA-14m“ hob am Donnerstagabend pünktlich um 22.25 Uhr MESZ vom Kosmodrom in der kasachischen Steppe ab, wie die Flugleitung mitteilte. Wenig später trat die Kapsel in den Weltraum ein. Die 38-jährige Serowa ist die erste Russin seit 17 Jahren im All. Nach nur sechsstündigem Flug sollte die Sojus am Freitagmorgen um 4.25 Uhr MESZ an der Raumstation andocken.

Katastrophen in der bemannten Raumfahrt

Die Mission des Teams mit Serowa, dem Russen Alexander Samokutjajew und dem US-Astronauten Barry Wilmore soll insgesamt 168 Tage dauern. Während dieser Zeit sind mehrere Außeneinsätze sowie Hunderte Experimente geplant, darunter auch medizinische, sagte Serowa. Mit der Ankunft der Sojus erhält die ISS wieder ihre Sollstärke von sechs Raumfahrern. Unter ihnen ist auch der Deutsche Alexander Gerst. Die drei neuen ISS-Mitglieder brachten diesmal auch zwei Plüschtiere - einem Amurtiger und einen fernöstlichen Leoparden - zum Außenposten der Menschheit. Die Maskottchen „Mur“ und der Leopard sollen auf die in Russland bedrohten Tierarten aufmerksam machen, wie der Chef des Kosmonautenzentrums, Juri Lontschakow, vor dem Start sagte.

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Die neue Crew verbringt auch Weihnachten und Neujahr im Weltall. „Natürlich organisieren wir eine Feier - soweit dies unter den Bedingungen möglich ist“, sagte Serowa. Sie ist erst die vierte Kosmonautin überhaupt und die erste Russin auf der ISS. Die erste Frau im Weltraum war die Sowjetbürgerin Valentina Tereschkowa am 16. Juni 1963. Sie sitzt heute als Abgeordnete der Regierungspartei Geeintes Russland im Parlament in Moskau. Die Kosmonautin Serowa habe Kleidungsstücke in 15 Farben mit ihren Initialen dabei, sagte Chef der russischen Firma Kentawr-Nauka, Alexander Jarow, am Donnerstag der Agentur Interfax. Für die Hygiene benutzten alle auf der ISS Feuchtigkeitstücher, da es keine Dusche gebe. Jarow sagte, dass die britische Sängerin Sarah Brightman (54) Anfang Februar 2015 zur Anprobe bei der Kleidungsfirma erwartet werde. Sie reist als Weltraumtouristin im September 2015 zur ISS.

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