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Haustier-Gadgets Technischer Schnickschnack für Tierhalter

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GPS-Tracking für Hunde: Ein teures Vergnügen

Um die Pirschwege von Hund und Katze ganz genau zu überwachen, ohne ihnen atemlos hinterherzuhecheln, kann der Besitzer sie mit einem GPS-Sender ausstatten. Zumindest theoretisch. Die Firma Grube in Bispingen in der Nähe von Hamburg vertreibt seit 2010 die Technik des amerikanischen Herstellers Garmin und hat die Geräte in Deutschland marktfähig gemacht. Was nicht einfach war.

Die berühmtesten Hunde der Welt
LassieDer berühmteste Hund aller Zeiten ist der Filmhund Lassie, der intelligente Freund und Helfer und das Synonym schlechthin für den Langhaar-Collie. Der Kult um Lassie entstand aus einer Kurzgeschichte, die 1938 in der amerikanischen Zeitung "Saturday Evening Post" erschien; 1940 folgte ein Roman. 1943 kam Lassie erstmals auf die Kinoleinwand. Bis 2005 folgten sage und schreibe 23 weitere Lassie-Filme. Die berühmte Fernsehserie startete 1954; zuvor gab es auch schon eine Zeichentrickserie. Kurios: Obwohl Lassie in Film und Serie eine Hündin ist, wurde die Rolle immer von Rüden gespielt - die Produzenten fanden, dass das dickere Sommerfell der männlichen Hunde auf der Leinwand schöner aussah. Der erste Lassie-Darsteller hieß Pal und wurde stolze 18 Jahre alt. Lassie und ihre "Schauspielkollegen" Rin Tin Tin und Strongheart, ebenfalls berühmte Kino-Vierbeiner, sind die einzigen Hunde, die einen Stern auf dem legendären Walk of Fame haben. Foto: State Archive of Florida, aufgenommen im Jahr 1965 Quelle: Gemeinfrei
BlondiDer deutsche Schäferhund Blondi gehörte Adolf Hitler. Die Aufnahme vom 14. Juni 1942 zeigt Adolf Hitler und Eva Braun mit ihren Hunden auf dem Berghof Obersalzberg. Hitler soll ein Hundenarr gewesen sein, seine Sekretärin Traudl Junge sagte einmal, der Hund sei sein größtes Vergnügen gewesen. Blondi wurde von Hitler mit einer Giftampulle am 30. April 1945 getötet, kurz bevor er selbst und Eva Braun Suizid begingen. Fotoquelle: Bundesarchiv Quelle: Presse
HachikōDer japanische Akita Hachikō ging in die Geschichte ein. Das Tier gehörte dem Universitätsprofessor Hidesaburō Ueno und holte sein Herrchen seit 1924 jeden Tag vom Bahnhof Shibuya ab. Als Ueno im Mai 1925 während einer Vorlesung an einer Hirnblutung verstarb, suchte Hachikō für den Rest seines Lebens nach ihm. Der Rüde kam jeden Tag zu einer festen Zeit zum Bahnhof, um auf sein Herrchen zu warten. In Japan gilt Hachikō als der Inbegriff der Treue, ihm zu Ehren wurde eine Bronzestatue an der Westseite des Bahnhofs errichtet. Im März 1935 starb Hachikō, nachdem er fast zehn Jahre auf sein Herrchen gewartet hatte. Quelle: Gemeinfrei
SnuppyIm April 2005 gelang es Forschern erstmals, einen Hund zu klonen. Das Tier namens Snuppy (der Welpe links im Bild) wurde mit derselben Technik erschaffen wie das berühmte Klonschaf Dolly. Der afghanische Windhund entstand aus einer Hautzelle, die seinem „Vater“ aus dem Ohr entnommen wurde. Der Name Snuppy ist eine Abkürzung für „Seoul National University Puppy“, wo der Hund von einem Team um den südkoreanischen Gentechnik-Pionier Hwang Woo Suk (links) erschaffen wurde. Drei Jahre später pflanzte sich der Klonhund sogar erfolgreich fort. Quelle: dpa/dpaweb
SamHaarloser Körper, schiefe Zähne und faltige und warzige Haut - das ist der wohl hässlichste Hund aller Zeiten. Sam, ein blinder Chinesischer Schopfhund aus Santa Barbara in Kalifornien, wurde gleich drei Mal in Folge zum "Hässlichsten Hund der Welt" gekürt. Durch zahlreiche Auftritte in TV-Shows und Zeitungsartikel wurde er berühmt. Im November 2005 starb das Tier kurz vor seinem 15. Geburtstag. Sam musste wegen Herz- und Altersschwäche eingeschläfert werden. Quelle: AP
BarryDer Bernhardiner Barry lebte seit 1800 in Bern und war ein berühmter Lawinen-Suchhund. Er soll mehr als 40 Menschen das Leben gerettet haben. Das Schnaps-Fässchen um seinen Hals, mit dem sich Lawinenopfer aufwärmen konnten, ist allerdings eine nicht überprüfbare Legende. Barry starb im Alter von 14 Jahren an Altersschwäche. Zwei Jahre zuvor hatte ihn ein Lawinenopfer mit einem Wolf verwechselt und lebensgefährlich verletzt. Barry steht ausgestopft im Naturkundemuseum Bern. Ihm wurden auch zwei Filme gewidmet: "Barry - Der Held von St. Bernhard" 1949 und "Barry, der Bernhardiner" von den Walt Disney Studios 1977. Auch heute noch werden Geräte, die zur Suche nach Lawinenverschütteten eingesetzt werden, als "Barryvox" bezeichnet. Foto: Wikipedia/Zenit Quelle: GNU
BobbieEin Collie-Mischling ging als "Bobbie, der Wunderhund" oder "Silverton Bobbie" in die Geschichte ein. Das Tier ging 1923, im Alter von zwei Jahren, während eines Familienurlaubs in Indiana im mittleren Westen der USA verloren. Nach langer, vergeblicher Suche kehrte die Familie nach Hause zurück - nach Silverton in Oregon an der US-Ostküste, mehr als 2500 Meilen entfernt. Sechs Monate später tauchte Bobbie plötzlich vor ihrer Tür auf, räudig und abgemagert, die Füße bis auf den Knochen abgelaufen. Der Hund war den weiten Weg zurück nach Hause quer durch die USA, durch Wüste und Berge, gelaufen. Die Medien feierten Bobbie als Helden, seine Geschichte wurde in Zeitungsartikeln, Büchern und einem schwarz-weißen Kurzfilm verewigt. 1927 starb Bobbie, er liegt auf dem Tierfriedhof der Oregon Humane Society in Portland. Eine Woche nach Bobbies Tod legte der Filmhund Rin Tin Tin einen Kranz auf seinem Grab nieder. Aus urheberrechtlichen Gründen handelt es sich um ein Platzhalter-Foto eines Collies. Historische Bilder von Bobbie gibt es hier. Quelle: Fotolia

Denn hierzulande ist eine Zulassung bei der Bundesnetzagentur erforderlich, da die Systeme Daten in sicherheitsrelevanten Funkfrequenzen übertragen. Das Verfahren hat Grube durchgeboxt und bietet für ihre Kunden einen speziellen Service mit Zulassung und Anmeldung an – etwa für Schweißhunde und ihre Hundeführer. Das sind Tiere, die durch Autounfälle verletztes oder bei der Jagd angeschossenes Wild aufspüren. „Nur weil der Hund mal im Wald beim Spazierengehen verschwindet, das reicht noch nicht“, sagt Udo Schmidt, Assessor des Forstdienstes und bei Grube zuständig für die Technik. „Das ist kein lustiges Spielzeug, was Sie sich mal eben für Ihren Hund kaufen.“ Neben der besonderen Zulassung ist es vor allem eins: besonders teuer. Eine Geräteeinheit kostet 729 Euro, ohne Anmelde- und Nutzungsgebühren. Kein Wunder, dass unter den Kunden in Bispingen hauptsächlich Spezialisten sind – Führer von Hunderettungs- oder Polizeihundestaffeln und Jäger. Die Firma verkauft bundesweit jährlich 1000 bis 1200 Einheiten. „Von Jahr zu Jahr wird es langsam, aber stetig mehr“, freut sich Schmidt.

Für Katzen ist die Garmin-Technik allerdings nicht geeignet. Die Halsbänder wiegen samt Zubehör bis zu 700 Gramm „Das ist ja noch nicht mal was für einen Dackel“, sagt Schmidt, „da zieht der mit dem Unterkiefer schon über den Boden.“

Wenn es mit dem Garmin nicht unbedingt der Porsche unter den Peilgeräten sein muss, dann geht es auch eine Nummer günstiger. Mit einem Chip lassen sich etwa die Daten per Mobilfunk aufs Handy übertragen. Das Problem dabei: Wenn keine Netzabdeckung da ist, funktioniert es nicht. Was im Wald schon mal passieren kann. Der Vorteil: Dieses System funktioniert weltweit immer dort, wo es Mobilfunk gibt „Wenn jemand Ihren Hund nach Timbuktu verschifft, dann sehen Sie ihn immer noch auf dem Display“, sagt Schmidt.

Sonnenaufgang für den Guppy

In Arbeit
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Wachstum verzeichnet auch eine ganz andere Sparte: die Aquaristik. „Im nassen Bereich ist Deutschland führend und hat auch die meisten Unternehmen“, sagt Ralf Grützner, Vizepräsident des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe ZZF. So lässt sich etwa ein Großteil der Technik im Aquarium fernsteuern oder programmieren. Auch aus dem Urlaub lassen sich dann Temperatur, Wasserstand oder Sauerstoffkonzentration im Becken überwachen und regeln. Ein Sensor im Wasser überträgt die Daten über einen speziellen Aquarium-Computer auf einen Web-Server. Von dort lassen sich über das Internet die Daten auf die Handy-App runterladen.

Mit dem Siegeszug der LED-Technik hat sich viel in Sachen Beleuchtung getan. „Da sind in den vergangenen sechs Jahre in Deutschland gute Schmieden entstanden, die Hochleistungs-LEDs in Aquarien einbauen“, sagt Grützner. Wer es ganz besonders ausgeschlafen mag, kann den Sonnenauf- und -untergang im Aquarium inszenieren. Das ist aber eher was fürs Auge des Betrachters. „Dem Fisch ist’s egal“, sagt Grützner, „dem können Sie auch die Nachttischlampe drüberhängen.“

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