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Altgeräterecycling Wohin mit all dem Elektroschrott?

Jeder Deutsche produziert im Jahr rund 23 Kilo Elektroschrott, Tendenz steigend. Dabei könnten alle einen Beitrag zu sinkenden Müllbergen leisten.

Kreative Ideen fürs alte Smartphone oder Tablet
Alte Handys und Smartphones lassen sich gut als Notfallgeräte im Auto einsetzen. Egal ob zu Dokumentationszwecken, beispielsweise um Fotos von Blechschäden zu machen, oder als immer griffbereites Notruftelefon. Wichtig ist, dass man regelmäßig den Akku überprüft, damit das Gerät im Ernstfall einsatzbereit ist. Quelle: dpa
Wer Kinder hat, der kann ihnen seine ausrangierten Geräte zur Verfügung stellen. Zum Spielen reichen die alten Handys meistens noch aus, ebenso wie für kurze Telefonate. Quelle: dpa
Ein Tipp für alle, die viel mit Zahlen hantieren: Die meisten Handys verfügen über einen integrierten Taschenrechner. Quelle: dpa
Für Seltenreisende: Ausgediente Smartphones lassen sich oft noch sehr gut als stationäre Navigationsgeräte nutzen. Bei den meisten Geräten ist grundlegendes Kartenmaterial verfügbar, sowohl kostenpflichtig als auch gratis, manche setzen allerdings eine vorhandene Datenverbindung voraus. Quelle: REUTERS
Ausgediente Tablets müssen nicht weggeworfen werden, wenn sie technisch noch in Ordnung sind. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Nutzung als digitaler Bilderrahmen? Quelle: AP
Viel unterwegs und keine Lust, Geld in einen WiFi-Hotspot zu investieren? Viele Mobilgeräte bieten die Möglichkeit, sie als einen eben solchen zu benutzen. Es empfiehlt sich bei dieser Nutzung, einen mobilen Datentarif zu haben, der nicht zu teuer ist. Quelle: dpa
Big Brother is watching you: Spezielle Smartphone-Apps ermöglichen es, iPhone und Co. zur Videoüberwachung zu nutzen. Eine sind sogar mit Bewegungs- und Geräuschmelder ausgestattet, um den Akku zu schonen. Ein gutes und solides Beispiel für solche Apps: AirBeam für iOS. Quelle: dpa

Hand aufs Herz: Wie viele Handys, Kameras und sonstige Elektrogeräte liegen noch in Ihren Schubladen, weil sie entweder kaputt oder veraltet sind? Laut dem IT-Verband Bitkom befinden sich in bundesdeutschen Haushalten insgesamt 106 Millionen Alt-Handys. Durch zahlreiche technische Innovationen werden vor allem Smartphones immer schneller wieder ausgemustert.

Wer technisch auf der Höhe sein will, investiert regelmäßig in ein neues Gerät. Doch was menschlich nachvollziehbar ist, hat für die Umwelt negative Folgen. Die Elektromüll-Richtlinien der EU setzen eine jährliche Sammelmenge von vier Kilogramm je Einwohner und Jahr voraus - ein Ziel, das Deutschland laut Umweltbundesamt stets erreicht. Diese Richtlinien sollen allerdings verschärft werden: Ab 2016 orientiert sich die Sammelquote an der Anzahl der Neugeräte, die in den drei Vorjahren verkauft wurden. Das Ziel ist klar: die Europäischen Staaten sollen gesetzlich dazu gezwungen werden, ihre Recyclingquoten zu erhöhen.

Wie Sie Elektronik recyclen können

Ein Grund für die von der EU geforderten höheren Recyclingquoten ist der florierende Export von Altgeräten. Laut einem UN-Bericht kamen 2012 auf jeden Einwohner Deutschlands etwa 23 Kilo Elektroschrott. Zum Vergleich: Im gleichen Jahr kamen in Frankreich auf einen Einwohner 21,1 Kilo. Nach Schätzungen des Umweltbundesamts werden pro Jahr rund 150.000 Tonnen Elektroschrott ins Ausland transportiert, ein großer Teil davon ins westliche Afrika. Offiziell ist der Export des Schrotts verboten, denn nur funktionierende Geräte dürfen die Reise antreten.

Die Elektroschrottberge wachsen, Konsumenten und Handel werden in die Pflicht genommen - was Verbrauchen tun können, um Ressourcen zu schonen Quelle: dpa/dpaweb

Einige Transporteure bedienen sich deshalb einem Trick: Sie deklarieren die Geräte als Spende oder mischen sie mit regulären Waren und schaffen sie so ins Land. Auf großen Müllhalden werden die Geräte dann abgeladen und dort unter gesundheitsgefährdenden Bedingungen ausgeweidet – funktionierende und wertvolle Bauteile werden zurückbehalten, der Rest wird verbrannt oder belastet auf Deponien die Umwelt.

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