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Türkische Lira Türkische Zentralbank senkt Leitzins und will Wirtschaft stützen

Zum neunten Mal in Folge senkt die Notenbank den Leitzins. Trotzdem steuert das Land weiter auf die zweite schwere Rezession innerhalb weniger Jahre zu.

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Der Leitzins in der Türkei hatte vor weniger als einem Jahr noch bei 24 Prozent gelegen. Quelle: Reuters

Die türkische Zentralbank greift der unter der Coronavirus-Pandemie leidenden Wirtschaft mit einer Zinssenkung unter die Arme. Der Leitzins werde um 50 Basispunkte auf 8,25 Prozent herabgesetzt, teilte die Notenbank am Donnerstag mit. Experten hatten mit einem derartigen Schritt gerechnet. Es ist die neunte Zinssenkung in Folge. Im Juli 2019 hatte der Leitzins noch bei 24 Prozent gelegen. Am Finanzmarkt zog die Lira vorübergehend leicht an, konnte ihre Gewinne jedoch nicht halten.

Die türkische Wirtschaft leidet unter der Coronavirus-Pandemie, das wichtige Touristengeschäft ist eingebrochen. Inzwischen gebe es aber Anzeichen dafür, dass nach dem Kollaps vom April im Mai der Boden erreicht sei, teilte die Notenbank mit. Dennoch steuert das Land auf die zweite Rezession in weniger als zwei Jahren zu.

Die Lira war zuletzt unter Druck. Investoren befürchteten, dass dem Land die Währungsreserven ausgehen. Seit ihrem Allzeittief vom 7. Mai hat die Lira aber wieder Boden gutgemacht und von der Hoffnung auf ausländische Investitionen profitiert.

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