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Alfredo Altavilla Europachef von Fiat Chrysler zurückgetreten

Sergio Marchionne und Alfredo Altavilla Quelle: REUTERS

Nachdem Sergio Marchionne den Autokonzern Fiat Chrysler aus gesundheitlichen Gründen verlassen hat, nimmt Europachef Alfredo Altavilla seinen Hut. Der neue Chef Mike Manley steht vor großen Herausforderungen.

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Nach dem überraschenden Wechsel an der Konzernspitze verliert Fiat Chrysler einen weiteren wichtigen Manager. Europachef Alfredo Altavilla sei zurückgetreten, teilte das Unternehmen am Montag mit und bestätigte damit Informationen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Leitung des Europageschäfts übernehme der neue Konzernchef Mike Manley mit sofortiger Wirkung vorübergehend mit. Altavilla hatte neben dem bisherigen Jeep-Chef Manley und Finanzvorstand Richard Palmer als ein möglicher Nachfolger für Konzernchef Sergio Marchionne gegolten, der eigentlich erst im nächsten Jahr abtreten sollte. Nachdem der 66-Jährige jedoch schwer erkrankte, hatte Fiat Chrysler am Wochenende Manley zum Konzernchef berufen.

Der Rückzug Altavillas erschwert nach Meinung von Experten den Start von Konzernchef Manley. Der muss nun möglichst rasch einen geeigneten Kandidaten finden, um das wichtige Europageschäft auf Kurs zu bringen. Mit seinem vor kurzem erst präsentierten Strategieplan hatte Marchionne zwar die Weichen für Fiat Chrysler für die nächsten Jahr gestellt. Analysten befürchten jedoch, dass die Zukunft des weltweit siebtgrößten Autobauers langfristig unsicher ist. Die hohen Ausgaben für den Klimaschutz sowie Investitionen in Elektroautos und autonomes Fahren könnten nur mit einem Partner gestemmt werden, argumentieren einige Experten. Den aber hatte Marchionne trotz intensiven Werbens in den vergangenen Jahren nicht gefunden.

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