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AutobauerPorsche SE setzt auf erhebliche Wertsteigerung bei VW

Nach massiven Verlusten hatte Autobauer Porsche einen Sparplan ausgearbeitet. Großaktionär Porsche SE setzt auf eine konsequente Umsetzung und Wertsteigerung. 26.03.2025 - 09:54 Uhr
Logo und Schriftzug der Porsche SE. Foto: Marijan Murat/dpa

Der VW- und Porsche-Großaktionär Porsche SE pocht auf eine konsequente Umsetzung der Sparprogramme bei den Autobauern, seinen beiden Hauptbeteiligungen. VW und Porsche hätten auf die Herausforderungen in der Autoindustrie entschlossen mit starken Programmen reagiert, erklärte Vorstandschef Hans Dieter Pötsch, der zugleich den VW-Aufsichtsrat leitet. „Jetzt geht es in allen Bereichen um die konsequente Umsetzung.“ Denn das führe zu einem erheblichen Wertsteigerungspotenzial bei den Kernbeteiligungen. VW und Porsche hatten 2024 wegen des Einbruchs im China-Geschäft und der weltweit schwachen Autokonjunktur weniger verdient. Der Abbau Tausender Arbeitsplätze soll zu Einsparungen und mehr Ertragskraft in den kommenden Jahren beitragen.

Die Porsche SE will zugleich ihre Investitions- und Diversifikationsstrategie weiterverfolgen. Das Portfolio der Beteiligungen an kleineren Unternehmen wuchs im vergangenen Jahr um Anteile an Flix, Waabi und Quantum Systems. Im Portfolio hat die PSE damit 18 Firmen entlang der automobilen Wertschöpfungskette und einen Fonds. „Sowohl bei den Portfoliobeteiligungen als auch im Bereich potenzieller neuer Kernbeteiligungen prüfen wir kontinuierlich vielversprechende Investitionsopportunitäten“, erklärte der Vorstand für Beteiligungsmanagement Lutz Meschke. „Wir sind finanziell in der Lage, auch größere Investitionen in Beteiligungen zu stemmen.“ Kürzlich hatte "Bild" berichtet, die Eignerfamilien Porsche und Piech zögen einen Verkauf von VW-Aktien in Betracht. Die Porsche SE hatte das dementiert.

Die Bilanz der PSE litt im vergangenen Jahr unter der schwächeren Entwicklung von VW und Porsche. Für 2024 musste die Porsche SE hohe Wertberichtigungen auf ihre Beteiligungen an VW und Porsche vornehmen, was zu einem rein buchhalterischen Konzernverlust von 20 Milliarden Euro führte. Ohne diesen nicht zahlungswirksamen Sondereffekt wäre das Nettoergebnis auf 3,2 von 5,1 Milliarden Euro gesunken. Die Dividende je Vorzugsaktie sinkt auf 1,91 Euro nach 2,56 Euro im Vorjahr. „Der Rückgang des Dividendenvorschlags im Vergleich zur Vorjahresdividende ist im Wesentlichen auf den erwarteten geringeren Dividendenzufluss von der Volkswagen AG zurückzuführen“, erklärte die PSE.

Für das laufende Jahr erwartet der Dax-Konzern ohne Berücksichtigung der Wertberichtigungen ein Konzernergebnis zwischen 2,4 und 4,4 Milliarden Euro. Die Nettoverschuldung soll zwischen 4,9 und 5,4 Milliarden Euro liegen, nachdem sie im vergangenen Jahr um eine halbe Milliarde auf 5,2 Milliarden Euro planmäßig gesunken war. Der Abbau der Verschuldung zeige, dass die Holding finanziell sehr solide aufgestellt sei, erklärte Finanzvorstand Johannes Lattwein. Die im vergangenen Jahr platzierten Anleihen über insgesamt 1,6 Milliarden Euro sei eine der größten Emissionen weltweit ohne Bonitätsnote der Ratingagenturen gewesen. Diese Refinanzierung schaffe finanziellen Spielraum für Investitionen in Firmenbeteiligungen.

rtr
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