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Autos der Generation Y Audi ist Lieblingsmarke der jungen Autofahrer

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Internet im Auto ist eher etwas für den Beifahrer

Eine Überraschung sind die Ergebnisse zum Fragekomplex Connected Car: So finden es 62,5 Prozent der jungen Fahrer gar nicht oder eher nicht wichtig, dass sie im Auto einen schnellen Internetzugang haben. Nur 22 Prozent können dem Vernetztsein am Steuer etwas abgewinnen. Anders bei den Beifahrern. Hier findet die Mehrheit (50 Prozent) den schnellen Zugang zum Netz wichtig, nur ein knappes Drittel kann damit weniger oder gar nichts anfangen.

Wie relevant ist das Connected Car beim Autokauf?

„Die Ergebnisse zeigen uns, dass es für die Hersteller sinnvoll wäre, den Mehrwert von vernetzten Diensten für die Beifahrer in den Mittelpunkt der Markenkommunikation zu stellen. Sie zeigen aber auch, dass noch viel Aufklärungsarbeit nötig ist, was sich mit Internet im Auto alles anstellen lässt. Denn außer Navigation und Musikstreaming fallen Fahrern und Beifahrern kaum Dienste ein, die sie gerne online im Auto nutzen würden“, so Meier-Kortwig.

Das eigene Auto bleibt das wichtigste Fortbewegungsmittel

Beruhigend für die Autobauer dürfte dagegen die Einstellung zum bevorzugten Fortbewegungsmittel sein. Denn das eigene Auto ist auch für die Digital Natives mit einem Prozentsatz 77,5 Prozent der Nennungen perspektivisch immer noch die wichtigste Mobilitätsform. „Dass diese Generation das Auto als Referenzpunkt verloren hat, wie oft in den Medien beschworen, können wir nicht bestätigen“, so Meier-Kortwig. Carsharing etwa spielt als wichtigste Fortbewegungsart nur eine untergeordnete Rolle. Nur 1,4 Prozent nannten das öffentliche Teilen von Fahrzeugen als für sie wichtigste Weise, um von A nach B zu kommen. Andere Fortbewegungsmittel wie Bus, Bahn oder Fahrrad kamen dagegen auf 14,7 Prozent der Stimmen.

Auto



Besonders aufschlussreich sind die Ergebnisse zum Thema autonomes Fahren. Auf die Frage: „Was hältst Du davon, dass Autos in zehn bis fünfzehn Jahren im öffentlichen Straßenverkehr völlig alleine fahren können?“ kreuzten über 36 Prozent fortschrittlich an, 39 Prozent finden den Gedanken gleichzeitig ebenso praktisch. 40 Prozent aber entschieden sich für „beängstigend“. Bei den Frauen waren es sogar 76 Prozent.

„Die Antworten spiegeln die Urängste des Menschen wider: eine Maschine übernimmt die Kontrolle“, deutet Meier-Kortwig das Ergebnis. Die Hersteller haben demnach noch viel Aufklärungsarbeit vor sich. Dass nur gut vier Prozent ankreuzten, ihnen sei das Thema egal, hält Meier-Kortwig für vielversprechend. „Das Thema ist aktuell gesellschaftlich absolut relevant und hochemotional. Es teilt die Gemüter. Daher kann es sich kein Hersteller erlauben, keine Haltung dazu zu entwickeln und diese klar zu kommunizieren.“

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