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Involvement-Index Volvo – Sieger der Herzen

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Tesla-Fahrer reden viel über ihr Auto – zu viel

Auch der noch immer bankrotte schwedische Hersteller Saab  hat wiederholt Verluste im Involvement gezeigt, konnte jedoch den 6. Platz in diesem Jahr noch halten. Hossiep: „Das ist umso erstaunlicher, bedenkt man, dass Saab seit Jahren kein neues Modell hervorgebracht hat.“ Der Involvement-Index gebe also ein besonders gutes Bild über den Bestand an Altfahrzeugen und die langjährige Bindung der Fahrer zu ihrer Marke.

Grundsätzlich zeigen Käufer von Premiummarken eine stärkere emotionale Identifikation mit der gefahrenen Marke. „Bei Mini haben wir den interessanten Effekt, dass die Marke zwar als Kompaktpremium positioniert ist, es im Involvement-Index aber nur ins Mittelfeld schafft." Hossiep führt das auf die meist weibliche Käuferschaft zurück. "Die Frauen schätzen das Auto zwar, identifizieren sich aber nicht mit der Marke. Es sind keine „Petrol Girls“, keine Technik-Freaks, die sich in einem Forum austauschen würden.“ Die Marke ist damit zwar wie andere Premiummarken auch emotional aufgeladen, es gibt aber kein Involvement, kein Engagement in Form von Blog-Einträgen.

Deutlich verloren hat auch das „Anti-Statussymbol“ Dacia, welches im Ranking um 7 Plätze runtergerasselt ist (vom 15. auf den 22. Rangplatz) . Außer Konkurrenz laufen die Involvement-Werte die Hossiep und Kollegen für den kalifornischen Elektroautohersteller Tesla berechnet haben. Da 2014 in Deutschland erst 1148 Teslas zugelassen waren, die Tesla-Fahrer aber gern und viel über ihre Marke sprechen, hätte sich ein Involvement-Index- Wert von 567,53 ergeben. Zum Vergleich: Der erstplatzierte Volvo erreichte einen Wert von 6,71.

„Wir haben uns deshalb – nach einiger Abwägung – dazu entschieden, die Ergebnisse zu Tesla in diesem Jahr außer Konkurrenz vorzustellen und nicht in der regulären Auflistung des Involvement-Indexes aufzuführen“, erklärt Hossiep. Man werde die weitere Entwicklung verfolgen und im nächsten Jahr vorstellen.

Auto



Insgesamt beobachtet Hossiep unter den Autofahrern ein wachsendes Bedürfnis nach Emotionalität und Klang. Wer den ganzen Tag in einem langweiligen Dienstwagen mit geräuscharmen Dieselmotor sitze, den packe in der Freizeit die Lust auf ein "aufregenderes" Fahrzeug.

Sitzen Sie eigentlich im richtigen Auto? Neben der emotionalen Verbundenheit untersucht das Team Testentwicklung an der psychologischen Fakultät auch, welche Marke zu welchem Autofahrertyp passt. Wer Lust hat, sich kostenlos ein solches Profil erstellen zu lassen, kann unter testentwicklung.rub.de den Fragebogen ausfüllen. Die Auswertung  erhalten Sie per E-Mail.

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