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Macan und Cayenne Porsche hat Lieferprobleme bei SUV-Modellen

Wer derzeit einen Porsche Macan oder Cayenne bestellt hat, muss wohl sechs bis acht Wochen länger auf sein neues Auto warten. Grund für die Verzögerung sind offenbar Lieferprobleme bei dem Navigationssystem.

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Porsche Macan Quelle: dpa

Porsche hat offenbar Lieferprobleme bei seinen SUV-Modellen. Seit Juni könne der Sportwagenbauer viele Neuwagen erst mit einer Verzögerung von sechs bis acht Wochen ausliefern, berichtet das Fachmagazin "Automobilwoche". "Aufgrund weltweiter Engpässe bei einzelnen Zulieferern kommt es bei der Anzeige- und Bedieneinheit für das Porsche Communication Management (PCM) 4.0 derzeit zu Lieferschwierigkeiten", zitiert das Branchenblatt aus internen Unterlagen.

Der Autobauer bestätige die Information auf Nachfrage: "Betroffen sind vorwiegend unsere Baureihen Cayenne und Macan." In den Unterlagen heißt es weiter in einem Hinweis an die Niederlassungen, das Werk Leipzig sei wegen den Kapazitätsproblemen bei der PCM-Versorgung gezwungen, "Fahrzeuge ab Werk vorübergehend ohne Anzeige- und Bedieneinheit" zu bauen. Sprich: Selbst wenn es bestellt ist, läuft das Auto ohne Navi vom Band – das müsse vor der Übergabe an Handel und Käufer fabrikseitig nachgerüstet werden.

Porsche will nach eigenen Angaben die Probleme bis Ende August lösen. Bis dahin müssen sich die betroffenen Kunden mit einem "Mobilitätsersatz" zufrieden geben.

Auch Porsche-Luxus wird elektrisch
300.000 Fahrzeuge konnte Porsche in vier Jahren Bauzeit von der zweiten Generation des SUV Cayenne verkaufen – für die Zuffenhausener ein voller Erfolg. Damit ist er bereits zur Hälfte seines Zyklus‘ erfolgreicher als die erste Generation während ihrer kompletten Produktionszeit von 2002 bis 2010. Damit das in den kommenden vier Jahren auch so bleibt, hat der Cayenne eine umfangreiche Modellpflege erhalten – allerdings mehr unter dem Blech. Oder wie Porsche sagt: „Ein geschärftes Design, eine gesteigerte Effizienz und eine umfangreichere Serienausstattung“. Quelle: Porsche
Die wohl wichtigste Neuheit: Wenn der Cayenne auf der Automesse in Paris im Oktober öffentlich zu sehen ist, wird zum ersten Mal eine Plug-In-Version mit einer nennenswerten Elektro-Reichweite verfügbar sein. Cayenne S E-Hybrid ist eine Weiterentwicklung des bisherigen Cayenne S Hybrid: Eine größere Batterie erlaubt jetzt je nach Fahrweise und Topografie ein rein elektrisches Fahren über 18 bis 36 Kilometer, die Leistung des Elektromotors hat sich von 47 auf 95 PS mehr als verdoppelt, der Verbrauch ist auf 3,4 Liter gesunken – zumindest in der Norm. Quelle: Porsche
Unangetastet blieb der Dreiliter-V6-Kompressor mit 333 PS. Die Systemleistung gibt Porsche mit 416 PS an, den Spurt von 0 auf 100 Stundenkilometer soll der E-Hybrid in 5,9 Sekunden schaffen. Bei Tempo 243 ist Schluss mit Vortrieb, im Elektro-Modus bereits bei 125 km/h. Quelle: Porsche
Neben dem E-Hybrid bietet Porsche den Cayenne in der S-Version mit einem neu entwickelten 3,6-Liter-V6-Biturbo (420 PS), der 520 PS starke Cayenne Turbo mit seinem 4,8 Liter großen Achtzylinder rundet das Angebot (vorerst) nach oben ab, lässt aber noch Platz für den 570 PS starken Turbo-S-Motor aus dem Panamera. Quelle: Porsche
Die meistverkaufte Variante dürfte aber nach wie vor der Dreiliter-V6-Diesel sein. Diese „vernünftige“ Wahl ist auch einer der Gründe, weshalb es mit dem Durchbruch der ersten Cayenne-Generation so lange gedauert hat: Sie gab es anfangs nur mit Benzinmotoren, ein Diesel galt bei Porsche lange als Tabu. Mit einem kulitivierten Lauf hat sich das von Audi adaptierte Triebwerk aber auch bei Porsche etabliert – 262 PS, 6,6 Liter Normverbrauch und ein günstigerer Einstiegspreis sind seine weiteren Vernunft-Argumente. Quelle: Porsche
Doch auch den Diesel gibt es in sportlich: Der 4,2-Liter-V8-Dampfhammer des Cayenne S Diesel mit 385 PS spurtet in 5,3 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und lässt dank seiner 850 Newtonmeter dabei auch den nominell stärkeren E-Hybrid hinter sich. Im Normverbrauch schlägt der V8-Diesel allerdings mit 8,0 Litern zu – wobei der Praxisverbrauch im Vergleich zu dem E-Hybrid noch zu ermitteln ist. Quelle: Porsche
Die Front wurde neu gestaltet und an das modernere Design von Macan und Panamera angepasst. Ebenfalls neu sind die Airblades: Diese Luftfinnen rechts und links an der Fahrzeugfront leiten effizient Kühlluft auf die Ladeluftkühler und setzen außerdem einen starken optischen Akzent. Um sofort als Porsche erkannt zu werden, setzen die Stuttgarter bei den Basis- und S-Modellen in den serienmäßigen Bi-Xenon-Hauptscheinwerfer auf die inzwischen markentypischen „schwebenden“ Vierpunkt-LEDs. Den Leistungsanspruch des Topmodells Cayenne Turbo (im Bild) unterstreichen die serienmäßigen LED-Hauptscheinwerfer inklusive Porsche Dynamic Light System (PDLS). Quelle: Porsche

Die beiden SUV sind die meistverkauften Baureihen von Porsche. 2015 wurden mehr als 80.000 Macan verkauft, dazu 73.119 Cayenne. Zum Vergleich: Von der Sportwagen-Ikone 911 konnte Porsche nur rund 32.000 Fahrzeuge verkaufen. Auch zum Halbjahr 2016 lag der Macan mit rund 45.000 Exemplaren in der Porsche-Statistik ganz vorne – mit einem Plus von elf Prozent zum Vorjahreszeitraum.

Mit welchen Kosten Porsche wegen der Lieferverzögerungen und des "Mobilitätsersatzes" rechnet, teilte der Autobauer nicht mit.

Weniger ist mehr
Vor 20 Jahren war es eine regelrechte Zäsur: Porsche brachte einen Sportwagen unterhalb des 911er auf den Markt. Für die Traditionalisten war es ein erneuter Tabubruch, hatten sich die "Hausfrauen-Porsche" 924 und 944 nie blendend verkauft. Doch für den Sportwagenbauer, der in den 1990er Jahren in großen Problemen steckte, war die Entscheidung von Unternehmenslenker Wendelin Wiedeking überlebenswichtig: Der Boxster anno 1996 wurde ein großer Erfolg, sicherte Arbeitsplätze und schuf Umsatz. Für 2016 bekommt die dritte Generation des Mittelmotor-Sportlers ein umfangreiches Update – und die Adelung in Form eines neuen Namens. Quelle: Porsche
Statt dem schlichten Namen Boxster wird die Baureihe künftig mit dem Kürzel 718 geehrt. Neben dem 718 Boxster wird auch das Coupé künftig als 718 Cayman verkauft. Porsche-Kennern ist diese Ziffernfolge gut bekannt: Der ursprüngliche 718 gewann in den 1950er und 1960er Jahren zahlreiche Rennen, darunter die legendäre Targa Florio und den 24-Stunden-Klassiker in Le Mans. Die Besonderheit des 718: Er hatte einen Vierzylinder Boxermotor. Damit gibt er auch die Linie für den heutigen 718 vor. Quelle: Porsche
Soll heißen: Die beiden Sechszylinder-Boxermotoren haben ausgedient. Künftig kommen turbogeladene Vierzylinder zum Einsatz. Im Falle des 718 Boxster leistet der 2,0 Liter große Motor 300 PS, der 718 Boxster S schöpft aus seinem 2,5-Liter-Aggregat sogar 350 PS. Die Zusatz-Leistung des S-Modells kommt nicht nur aus dem größeren Hubraum, hier setzt Porsche einen Turbolader mit variabler Turbinengeometrie an – neben dem 911 Turbo der einzige variable Turbo in einem Benziner weltweit. Noch etwas wird sich mit dem 718 ändern: Hatte bislang der Cayman stets ein paar Pferdestärken mehr als der Boxster, bringen künftig Coupé und Roadster dieselbe Leistung auf die Straße. Quelle: Porsche
Bei dem ersten Vierzylinder-Sportwagen aus Zuffenhausen seit den 60er Jahren sorgt der Turbolader nicht nur für einen niedrigeren Verbrauch (auf dem Papier minus 13 Prozent), sondern auch für deutlich mehr Drehmoment. Der Zweiliter-Motor des 718 Boxster erreicht 380 Newtonmeter (plus 100 Nm), 2er 2,5-Liter-Motor erzielt sogar 420 Newtonmeter (plus 60 Nm). Die Folge: Im Spurt von 0 auf 100 km/h ist der Boxster um 0,8 Sekunden schneller (4,7 Sekunden), der Boxster S noch 0,6 Sekunden. Werte von 4,2 Sekunden waren aber noch vor wenigen Jahren der Sportwagen-Ikone 911 vorbehalten. Quelle: Porsche
Wegen des komplett neuen Motorenkonzepts spricht Porsche intern auch nicht von einem Facelift der 981 genannten Baureihe, sondern gleich von der Baureihe 982. Den grundlegenden Aufbau teilt sich das neue Modell zwar mit seinem Vorgänger, neben den Motoren wurden auch Fahrwerk und Bremsen neu abgestimmt. Um den Anspruch als neues Modell zu untermauern hat Porsche das Design kräftig überarbeitet – nur die Kofferraumdeckel, die Windschutzscheibe und das Verdeck sollen gleich sein. Quelle: Porsche
An der Front prägen vor allem die neuen Scheinwerfer mit den inzwischen Porsche-typischen Tagfahrleuchten mit den vier LEDs das Bild. Im Rückspiegel dürfte der 718 damit noch stärker einem 911er ähneln – was nicht allen 911er-Kunden gefallen dürfte. Quelle: Porsche
Auch am Heck setzt sich die neue Leuchtengrafik mit vier LEDs fort. Außerdem fällt auf, dass der Porsche-Schriftzug und die neue Modellbezeichnung vom Kofferraumdecken ein Stück nach unten auf die Stoßstange gewandert sind. Zudem geht der ausfahrbare Heckspoiler nicht mehr, wie beim 981, fließend in die Heckleuchten über, sondern liegt quasi zwischen den Leuchten auf. Auch die Seitenansicht ist neu: Für den Turbo mussten die Lufteinlässe vergrößert werden, zudem sind die Türen neu gestaltet. Wie im überarbeiteten 911er kommt auch der 718 an den Türgriffen ohne Griffschalen aus. Klingt zunächst vernachlässigbar, sieht im direkten Vergleich aber deutlich hochwertiger aus. Quelle: Porsche
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