Mitsubishi Präsident tritt nach Manipulationsskandal zurück

Im vergangenen Monat hatte der japanische Autobauer Mitsubishi Motors Tricksereien bei den Verbrauchsdaten eingeräumt, jetzt zieht der Mitsubishi-Präsident Tetsuro Aikawa Konsequenzen und räumt sein Amt.

Mitsubishi-Chef Tetsuro Aikawa bei der Pressekonferenz am 18. Mai in Tokyo. In Folge der Manipulationsskandale räumt er seinen Platz. Quelle: AP

Wegen der Manipulationen bei Verbrauchswerten will der Präsident des japanischen Autobauers Mitsubishi Motors zurücktreten. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, wird Tetsuro Aikawa bei der Hauptversammlung am 24. Juni seinen Hut nehmen.

Mitsubishi Motors hatte kürzlich Manipulationen bei Verbrauchstests für Kleinstwagen zugegeben. Solche Autos haben einen Hubraum bis 660 Kubikzentimeter und sind in Japan steuerbegünstigt.

Bei dem Skandal geht es um Modelle, die Mitsubishi Motors seit 2013 auch für Nissan produzierte. Der Renault-Partner hat inzwischen angekündigt, den skandalerschütterten Konkurrenten unter sein Dach zu nehmen. Nissan will mit 34 Prozent größter Anteilseigner bei Mitsubishi Motors werden, womit Nissan den Konzern de facto künftig kontrollieren würde.

Medienberichten zufolge könnte Mitsubishis Vorstandsvorsitzender Osamu Masuko vorübergehend Aikawas Aufgaben mit übernehmen.

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