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Nissan Mängel bei der Endabnahme stoppen Produktion

Bei Japans zweitgrößtem Autobauer Nissan steht die Inlandsproduktion in allen sechs Werken für zwei Wochen still. Grund dafür sind abermals Probleme bei Sicherheitschecks.

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Zwei Wochen lang steht die Inlandsproduktion in allen sechs japanischen Nissan-Werken still. Quelle: dapd

Der Skandal um unzulängliche Sicherheitschecks bei der Endabnahme von Neuwagen hat für Nissan weitreichende Folgen. Der zweitgrößte japanische Autobauer kündigte an, die Produktion für den inländischen Markt vorübergehend zu stoppen, weil bei Untersuchungen erneut Mängel bei der Endkontrolle festgestellt worden seien. Nissan-Chef Hiroto Saikawa sagte, es werde mindestens zwei Wochen dauern, um den Problemen auf den Grund zu gehen und die Abläufe zu verbessern. Rund 34.000 Fahrzeuge sollen einer erneuten Schlusskontrolle unterzogen werden.

Die Produktion von Fahrzeugen für den Export läuft unterdessen weiter, weil dafür andere Zertifizierungsverfahren in der Endabnahme gelten. Nissan betonte, dass auch die für den inländischen Markt produzierten Autos sicher seien. Der Fall schadet nicht nur Nissans Ruf erheblich. Er wirft nach Meinung von Experten auch die Frage auf, inwieweit in Japan Qualitätsregeln eingehalten werden. Japans drittgrößter Stahlproduzent Kobe Steel hatte zugegeben, über Jahre falsche Angaben zu Festigkeit und Haltbarkeit von Aluminium-, Kupfer- und Stahlprodukten gemacht zu haben.

Nissan hatte unlängst bereits den Rückruf von mehr als 1,2 Millionen Autos angekündigt, weil diese in den vergangenen drei Jahren von nicht autorisierten Inspektoren abgenommen wurden. Im Rahmen der Ermittlungen des japanischen Verkehrsministeriums wurden zwei Autofabriken durchsucht. Nissan stellte im vergangenen Jahr 386.000 Fahrzeuge für den heimischen Markt her.

Der Produktionsstopp machte auch dem mit Nissan verbundenen französischen Partner Renault zu schaffen. Die Aktien des französischen Autobauers fielen am Donnerstag um bis zu drei Prozent.

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