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Second-Hand-Autos Deutschland ist Europas Gebrauchtwagen-Mekka

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Gebrauchtwagenmarkt zieht wieder an


Der Gebrauchtwagen-Report 2013
So geht die Dekra vor.... Quelle: DEKRA
Audi A1Bei den Kleinwagen eroberte in diesem Jahr der Audi A1 mit einem Dekra-Mängel-Index (DMI) von 97,1 die Spitze. Quelle: obs
Ford FocusIn der Kompaktklasse gewinnt der Ford Focus mit einem DMI von 97,1. Quelle: obs
3er BMWIn der Mittelklasse setzte sich der 3er BMW mit einem Mängel-Index von 97,1 durch. Quelle: dapd
Mercedes Benz E-KlasseIn der Kategorie Obere Mittelklasse/Oberklasse verteidigte die E-Klasse von Mercedes Benz Platz eins mit einem Mängelindex von 97,4. Quelle: AP
BMW Z5Bei den Sportwagen liegt der BMW Z4 mit einem DMI von 97,7 vorne. Quelle: dapd
BMW X1Bei den Geländewagen und SUVs trumpfte der BMW X1 mit einem Mängelindex von 96,2 auf. Quelle: obs

Wer sich für einen Wagen der oberen Mittel- oder Oberklasse interessiert, könnte in den kommenden Monaten vom noch niedrigen Preisniveau profitieren. "Diese Fahrzeuge sind von der Entwicklung ausgenommen", betont Trede. In diesen Kategorien sind die Preise seit dem Frühjahr 2013 massiv unter Druck geraten. Viele Gebrauchte aus Hersteller- und Händlerzulassungen wurden zum Teil mit sehr hohen Nachlässen in den Markt gedrückt. "Das bewirkt eine Kettenreaktion, die das gesamte Preisniveau in diesen Segmenten nach unten verschiebt", erklärt der DAT-Experte. „Tritt dann noch der Fall ein, dass solche Fahrzeuge nicht den Idealvorstellungen potenzieller Käufer entsprechen und zum Beispiel hohe Kilometerlaufleistungen oder nicht stimmige Ausstattungen aufweisen, gehen diese Pkw oft nur mit großen Preisabschlägen an einen neuen Besitzer über.“ Schlecht für die Händler, aber gut für die Kunden. So machten einige ein Schnäppchen und kurbelten den Gebrauchtwagenabsatz 2013 nochmals an. Gut sieben Millionen Besitzumschreibungen - als Verkäufe von Fahrzeugen aus zweiter Hand - zählte das Kraftfahrtbundesamt für das vergangene Jahr - gut drei Prozent mehr als im Vorjahr.

Diese Extras machen sich bei Gebrauchtwagen bezahlt
Was für den einen das höchste der Fahrzeuggefühle ist, ist für den anderen einfach nur peinlich: Getunte Autos samt Spoiler und auffälliger Lackierung mögen zwar der Star auf den entsprechenden Messen sein, beim Gebrauchtwagenhändler sind sie dagegen Ladenhüter. Wer einen Tuning-Wagen weiter verkaufen möchte, sollte sich an Liebhaber wende. Bei allen anderen sind die unnötigen Extras eher ein Grund, den Preis zu drücken.. Quelle: AP
Auch eine Anhängerkupplung mindert den Wert eines Gebrauchtwagens. Nach der Erfahrung der Gebrauchtwagen-Wertermittler von Eurotax Schwacke gehen potentielle Käufer bei Anhängerkupplungen davon aus, dass das Auto beim Vorbesitzer schwere Lasten ziehen musste und dementsprechend stark verschlissen ist. Quelle: dpa/dpaweb
Und selbst eingebaute Navigationssysteme drücken den Preis. Quelle: AP
Die Experten von Schwacke haben aber nicht nur die unattraktivsten Teile am Gebrauchten gelistet, sondern auch die Must-Haves bestimmt. Eine Zentralverriegelung ist demnach Pflicht - für Autos ohne müssen Verkäufer deutliche Abschläge in Kauf nehmen. Quelle: dpa
Gleiches gilt für elektrische Fensterheber: Unabhängig von der Fahrzeugklasse sind sie Pflicht. Wo noch gekurbelt werden muss, sinkt der Wiederverkaufswert deutlich. Quelle: Fotolia
Und auch die Klimaanlage gehört bei allen Klassen zur Standardausstattung. Gebrauchte ohne Kühlung bleiben lange beim Händler stehen. Quelle: dpa
Der Schleuderschutz ESP ist ab der Kompaktklasse aufwärts ein Muss und erhöht selbst bei Kleinwagen den Wiederverkaufswert. Quelle: AP

In den sieben Millionen sind die Auslandsverkäufe allerdings noch nicht enthalten. Denn das KBA zählt nur die Besitzerwechsel zwischen deutschen Staatsbürgern. Wer wissen möchte, wie viele Gebrauchtwagen tatsächlich jenseits der Grenze einen neuen Halter finden, muss tief graben. Das statistische Bundesamt weist in seiner Ausfuhrstatistik 2012 gut eine halbe Million Gebrauchter vom Kleinwagen bis zum Wohnmobil aus. "Mindestens doppelt so viele", schätzt ein Branchenexperte müssten es sein. Die Zahl der über internationale Kanäle gehandelten Autos ist schwer zu ermitteln.

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    Der Gebrauchtwagenmarkt speist sich zwar aus einem Großteil aus Second-Hand-Fahrzeugen privater Halter, doch darüberhinaus rollen Tausenden von Fahrzeugen von Mietwagenanbietern wie Sixt oder Europcar oder aus den Flotten der Leasinggesellschaften wie Deutsche Leasing, LeasePlan, Arval oder Athlon zu den Händlern. Einige dieser Gesellschaften sind in verschiedenen Ländern tätig. So können Bestände der deutschen Mutter problemlos an die ausländische Tochter fließen und von dort an einen Händler verkauft werden, ohne dass die Fahrzeuge in irgendeiner Statistik auftauchen.

    Auch die Automobilhersteller vermarkten Gebrauchtwagen direkt ins Ausland, teilweise über Auktionshäuser. Außerdem gibt es Fahrzeuge der Händler, die an andere Händler ins Ausland verkauft werden. Diese wiederum werden entweder direkt oder auch über so genannte Remarketing-Plattformen wie Auktionen oder Verkaufslisten den ausländischen Händlern angeboten. Das System ist komplex.

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