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VW-KonkurrentenHyundai und Kia setzen Absatzziel für 2017 herauf

Die südkoreanischen Autohersteller Hyundai und Kia stellen sich erneut auf ein schwieriges Jahr ein. Trotzdem liegt das Absatzziel der Unternehmen deutlich über der Zahl der verkauften Autos im vergangenen Jahr. 02.01.2017 - 13:16 Uhr

Die Hyundai-Motor-Gruppe ist der fünftgrößer Autokonzern der Welt.

Foto: AP

Der VW-Konkurrent Hyundai Motor und die kleinere Firmenschwester Kia Motors setzen trotz eines härteren weltweiten Wettbewerbs ihr gemeinsames Absatzziel für 2017 herauf. Die südkoreanische Gruppe peilt 8,25 Millionen verkaufte Autos ein, nachdem der Absatz 2016 unter der Acht-Millionen-Schwelle blieb und die eigenen Erwartungen damit das zweite Jahr hintereinander verfehlt wurden.  

Das neue Jahresziel entspricht im Vergleich zur Prognose für 2016 nur einem leichten Anstieg um 1,5 Prozent, liegt aber deutlich über den tatsächlich 7,88 Millionen verkauften Autos im vergangenen Jahr. Das geht aus Börsenmitteilungen beider Firmen und der Neujahrsansprache von Konzernchef Chung Mong Koo hervor. Die Hyundai-Motor-Gruppe ist der fünftgrößer Autokonzern der Welt.  

Chung warnte, dass sich die Autoindustrie auf „größere Unsicherheiten“ einstellen müsse. Es gebe einen „zunehmenden Handelsprotektionismus und einen wachsenden globalen Wettbewerb“. Zudem dürfte sich die Schwäche der Weltwirtschaft fortsetzen.

Premiummarke: Volvo

Das Marktforschungsunternehmen JD Power hat in diesem Jahr zum zweiten Mal die sogenannte Service-Zufriedenheit von Autofahrern in Deutschland ermittelt. Berücksichtigt werden dabei ausschließlich die Eindrücke bei offiziellen Vertragshändlern. Wie zufrieden sind Kunden mit Werkstatt und Autohaus? Neben dem Gesamteindruck vom Betrieb zählen unter anderem die Servicequalität und die Kompetenz des Serviceberaters. JD Power wertete insgesamt 9874 Online-Umfragen von Autofahrern aus, deren Fahrzeug zwischen Februar 2013 und April 2015 neu zugelassen wurde.

Freuen kann sich in diesem Jahr Volvo: Die Schweden haben sich nicht nur um 22 auf 767 von 1000 möglichen Punkten verbessert, sondern auch alle deutschen Marken überholt. Nur Mercedes-Benz kann mit 765 Punkten folgen, Audi (742 Punkte) und BMW (727 Punkte) liegen sogar unter dem Durchschnitt der Premiummarken von 747 Punkten.

Foto: dpa

Volumenmarke: Toyota

Das beste Service-Erlebnis gibt es laut der Studie aber bei keinem Premium-Autobauer. Mit 772 Punkten schneidet Toyota besser ab als Volvo, Mercedes oder Audi. Dass ein guter Service nichts über die Qualität des Produkts aussagen muss, zeigen auch die Folge-Platzierungen: Auf Rang 2 liegt Mazda und erreicht mit 765 Punkten exakt dieselbe Zufriedenheit wie Mercedes. Peugeot (754 Punkte) und Nissan (752 Punkte) landen noch vor Audi und BMW. Volkswagen trifft mit 732 Punkten exakt den Durchschnittswert der Volumenmarken und muss sich sogar der Konzerntochter Skoda (740 Punkte) geschlagen geben. Opel liegt mit 729 Punkten knapp unter dem Schnitt.

Foto: dpa

Kleinstwagen: Opel Adam

Doch auch für Opel gibt es Grund zur Freude: In der parallel zur Service-Zufriedenheit veröffentlichten Langzeit-Qualitätsstudie "Vehicle Dependability Study" (VDS) haben über 15.000 Autofahrer die Zufriedenheit mit ihrem Auto bewertet. Gemessen wird das in PP100, also Problemen pro 100 Fahrzeuge. Je niedriger der Wert, desto besser: Dann hat das Auto wenige der insgesamt 177 Problemsymptome in acht Kategorien (Motor und Getriebe, Karosserie, Fahrerlebnis, Bedienelemente/Displays, Infotainment/Kommunikation/Navigation, Sitze, Klimatisierung sowie Innenraum).

Mit 87 PP100 hat der Opel Adam den niedrigsten Wert aller Kleinstwagen und gewinnt so die Klasse gegen Autos wie Fiat 500 oder VW Up. Ein "Problem" bedeutet in der JD-Power-Umfrage aber nicht gleich einen großen Schaden: Die VDS-Studie misst sowohl Defekte als auch Design-Probleme. Defekte sind Funktionsstörungen oder Schäden, Design-Probleme hingegen sind auf unerfüllte Erwartungen des Besitzers zurückzuführen, obwohl technisch alles einwandfrei funktioniert.

Foto: obs

Kleinwagen: Skoda Fabia

Der Skoda Fabia erhielt die besten Kundenbewertungen im Segment Kleinwagen. Er überzeugte die Autofahrer vor allem in puncto Infotainment. Der Fabia bietet zum Beispiel dank SmartLink-Technik die Möglichkeit, Fahrzeug und Smartphone auf einfache Weise zu vernetzen. Mit 80 PP100 konnte der Fabia seinen Vorjahressieg im Segment wiederholen.

Foto: obs

Untere Mittelklasse: Toyota Auris

Kaum ein Segment ist in Deutschland so umkämpft wie die untere Mittelklasse – sprich die Golf-Klasse. Kaum ein Autobauer, der hier nicht seinen höchsten Absatz erzielt – Golf, Astra, A3, A-Klasse, Focus, 1er oder wie sie alle heißen. Die zufriedensten Kunden hat aber ein Importeuer, der bei den Absatzzahlen in Deutschland nur eine untergeordnete Rolle spielt: der Toyota Auris mit 84 PP100.

Foto: WirtschaftsWoche

Obere Mittelklasse: Skoda Superb

Die obere Mittelklasse, in der viele Autobauer ihre technologischen Flaggschiffe anbieten, geht ebenfalls an keinen deutschen Hersteller. Dem Skoda Superb, einem zweifelsohne guten Auto, mögen hier zwei Dinge entgegenkommen: Zum einen werden auch die Unterhaltskosten bewertet, bei denen kein Mercedes oder BMW mit dem großen Skoda mithalten kann. Zum anderen die Tatsache, dass es sich um eine Kundenumfrage handelt: Zufriedenheit ist auch immer eine Frage des Anspruchs. Mit 121 PP100 liegt der Wert des Superb allerdings relativ hoch – aber eben immer noch unter dem der Konkurrenz-Modelle.

Foto: obs

Kompakt-SUV: Kia Sportage

Insgesamt die zufriedensten Kunden hat der Kia Sportage. Sein Wert von 45 PP100 bedeutet nicht nur den Sieg im Kompakt-SUV-Segment, sondern auch unter allen 68 Modellen von 24 Herstellern souverän Platz eins – mit 13 Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Der Grund für diese Überlegenheit: Der kompakte Kia-SUV zeigt in keiner Disziplin Schwächen und erzielte in den Bereichen Karosserie, Innenraum und Klimatisierung sogar jeweils die besten Werte aller Modelle.

Foto: obs

Die Gruppe setzt dagegen unter anderem auf eine größere Palette von sportlichen Geländewagen (SUV) und umweltfreundlicheren Fahrzeuge. „Die Hyundai-Motor-Gruppe wird jedes Jahr mehr als zehn neue Modelle einführen“, sagte Chung. Allein bis 2020 sei die Einführung von 28 „umweltfreundlichen“ Modellen geplant. Zudem werde die Gruppe eine „vollständige SUV-Produktpalette mit Modellen anbieten, die auf die einzelnen Regionen zugeschnitten sind und den unterschiedlichen Kundenbedürfnissen entsprechen“.  

Auch hofft Hyundai auf einen erfolgreichen Betriebsstart in der neuen Fabrik in der chinesischen Millionenstadt Chongqing in diesem Jahr - der fünften Anlage des Unternehmens im weltgrößten Automarkt. Die Gruppe hat damit insgesamt 35 Produktionsanlagen in zehn Ländern weltweit. 

Hyundai erwartet, in diesem Jahr 5,08 Millionen, Kia 3,17 Millionen Autos absetzen zu können. Im vergangenen Jahr ging der Absatz bei Hyundai Motor nach eigenen Angaben im Jahresvergleich um 2,1 Prozent auf 4,86 Millionen Einheiten zurück. Im Oktober hatte Südkoreas Branchenprimus erklärt, als Folge wochenlanger Streikaktionen hätten 140.000 Autos nicht produziert werden können.

dpa
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