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Dividende steigt deutlich Deutsche Börse drückt auf Euphoriebremse

Bulle und Bär vor der Frankfurter Börse, die zur Deutsche Börse AG gehört - nach guten Zahlen bremst der Börsenkonzern den Ausblick für 2019 Quelle: REUTERS

Der Börsenbetreiber profitiert 2018 von starken Schwankungen an den Aktienmärkten und höheren US-Zinsen - und verdient im operativen Geschäft deutlich mehr. Sind diese Zuwächse auch 2019 möglich?

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Die Deutsche Börse hat nach einem sehr guten Ergebnis im vergangenen Jahr die Erwartungen für 2019 gedämpft. „Für das laufende Geschäftsjahr sind unsere Erwartungen aufgrund des wirtschaftlichen Umfelds etwas verhaltener“, sagte der seit etwas mehr als einem Jahr amtierende Konzernchef Theodor Weimer am Mittwoch in Frankfurt. „Die zyklischen Risiken steigen, und die politischen Risiken sind schwer abschätzbar. Dennoch sind wir zuversichtlich, auch weiterhin deutlich aus eigener Kraft wachsen zu können.“

Er stellt auch weitere Zukäufe in Aussicht. Der Ex-HVB-Chef hat dabei nach den eher kleineren Zukäufen der Devisenhandelsplattform GTX und der Fondshandelsplattform Swisscanto im vergangenen Jahr auch wieder mittelgroße Ziele im Visier - nach der 2017 mal wieder gescheiterten Übernahme der Londoner Börse aber nicht mehr den ganz großen Wurf.

Im vergangenen Jahr lief es bei dem im Dax notierten Unternehmen dank der stark schwankenden Aktienkurse und der wieder höheren US-Zinsen auch ohne größere Zukäufe. Die Erträge und das Ergebnis im operativen Geschäft zogen deutlich an. Unter dem Strich sorgte allerdings der Konzernumbau für einen Gewinnrückgang - die Dividende soll dennoch steigen.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis kletterte um 17 Prozent auf etwas über eine Milliarde Euro. Der Gewinnanstieg lag damit im Rahmen der erst vor kurzem erhöhten Prognose und der Erwartungen der Experten. Die Nettoerlöse zogen um 13 Prozent auf 2,77 Milliarden Euro an. Der Überschuss sank unter anderem wegen der Abfindungen im Zuge der Stellenstreichungen um sechs Prozent auf 824 Millionen Euro.

Die Aktionäre sollen aber trotzdem eine höhere Dividende erhalten. Diese soll um 25 Cent auf 2,70 Euro steigen. Experten hatten mit einer Anhebung auf 2,67 Euro gerechnet. Die erhöhte Dividende dürfte die Anteilseigner weiter erfreuen - ohnehin zählte die Aktie des Börsenbetreibers in den vergangenen Monaten zu den Papieren, die sich der schlechten Stimmung an den Aktienmärkten entziehen konnten.

Im laufenden Jahr erwartet die Deutsche Börse bei den Nettoerlösen mit einem Anstieg aus eigener Kraft um mindestens fünf Prozent. Dank des Sparkurses sollte der um Sondereffekte bereinigte Gewinn um rund zehn Prozent steigen.

Der Börsenbetreiber profitiert unter anderem von starken Kursausschlägen, da so zum einem das Geschäft an den Aktienmärkten selbst anzieht und zum anderem die Investoren mehr Geld in Absicherungsprodukte der Derivatesparte Eurex stecken.

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