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GeldanlageNeobroker Scalable Capital erweitert Geschäfte

Scalable will sich künftig breiter aufstellen. Deshalb bietet der Neobroker fortan auch Wertpapierkredite an, mit denen Kunden ihr Depot absichern können. 04.10.2023 - 11:46 Uhr

Scalable Capital ist vor allem bei jungen Anlegern beliebt.

Foto: picture alliance / SZ Photo

Der Neobroker Scalable Capital will den Wegfall von Zahlungen von Handelsplätzen als Einkommensquelle abfedern und steigt deshalb in neue Geschäftsfelder ein. Ab sofort biete Scalable Capital auch Wertpapierkredite an, teilte die Firma am Mittwoch in München mit.

Kunden könnten sich künftig Geld leihen und mit ihrem Depot absichern. „Die Beleihungshöhen richten sich danach, wie schwankungsintensiv ein Portfolio ist und welche Diversität ein Portfolio hat,“ sagte Firmengründer und Co-Chef Erik Podzuweit der Nachrichtenagentur Reuters. Derzeit bestehen bei Scalable Capital die Portfolien zu rund 70 Prozent aus börsengehandelten Fonds (ETFs) und zu etwa 30 Prozent aus Aktien.

Das 2014 gegründete Unternehmen zählt zusammen mit Trade Republic zu den wichtigsten Neobrokern in Deutschland. Das Anlagevermögen liegt inzwischen bei mehr als 15 Milliarden Euro. Scalable bietet auf seiner Plattform unter anderem den Handel mit ETFs, Aktien, Fonds, Kryptowährungen und Derivaten an. Seit März ist auch der Anleihehandel dazu gekommen, wobei der Neobroker insbesondere auf Anleihen-ETFs setzt.

Scalable müsse schauen, wie man das Geschäft diversifizieren könne, und sich immer breiter aufstellen, erläuterte Podzuweit. Die EU hatte im Juni beschlossen, Zahlungen, die Brokerhäuser von Handelsplätzen erhalten, an die sie ihre Kundenaufträge weitervermitteln, zu verbieten.

Diese sogenannten „Payments for Order Flow“ (PFOF) sind für viele Neobroker bislang eine wichtige Einnahmequelle. „Bei uns ist es ein kleiner Teil der Einkünfte. Denn wir haben auch noch ein Vermögensverwaltungsgeschäft“, sagte Podzuweit.

Nach dem Verbot des PFOF soll es bis 2026 noch eine Übergangsphase geben. „Es löst schon einen Preisdruck aus und kann das Geschäft für Kunden teurer machen, so dass dann pro Trade vielleicht ein oder zwei Euro mehr gezahlt werden muss,“ räumte der Scalable-Chef ein.

Mit seiner Smartphone-App für den Wertpapierhandel ist Scalable vor allem bei jungen Kunden beliebt. Außerdem bietet es einen „Robo-Advisor“ für eine automatisierte Vermögensverwaltung an. „Wir wollen die erste Anlaufstelle sein, wo Menschen ihre Wertpapiergeschäfte machen,“ sagte Podzuweit.

rtr
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