N26 baut um: Ex-Bundesbank-Vorstand Dombret soll Vorsitz des N26-Aufsichtsrats werden
Die Berliner Digitalbank N26 baut ihr Führungsgremium um. Der Aufsichtsrat habe den früheren Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret als neuen Vorsitzenden vorgeschlagen, teilte N26 am Freitag mit. Eine außerordentliche Hauptversammlung solle im Oktober einberufen werden, um den Vorschlag zu formalisieren. Anschließend müsse noch die Finanzaufsicht BaFin grünes Licht für die Personalie geben.
Den Vorsitz des N26-Aufsichtsrats übernehme übergangsweise Peter Kleinschmidt. Der derzeitige Aufsichtsratschef Marcus Mosen werde Co-CEO an der Seite von N26-Gründer Maximilian Tayenthal. Die „Financial Times“ (FT) hatte am Mittwoch zuerst darüber berichtet.
Der Einzug von Dombret in das Kontrollgremium ist Teil eines umfassenden Personalumbaus, mit dem ein seit Monaten schwelender Konflikt zwischen den Gründern und Investoren der Online-Bank beigelegt werden soll.
Erst vor wenigen Tagen hatte mit Valentin Stalf einer der beiden Gründer der Digitalbank nach anhaltender Kritik der Finanzaufsicht BaFin wegen Schwächen bei der Geldwäsche-Prävention und beim Risikomanagement bekannt gegeben, „zeitnah“ als Co-Vorstandschef von N26 zurückzutreten. Nach einer Übergangszeit wolle Stalf in den Aufsichtsrat wechseln.
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