Sparkasse Georg Fahrenschon kritisiert EU-Einlagensicherung als Krisenverstärker

Exklusiv

Der Präsident des Sparkassenverbands DSGV befürchtet angesichts der Brüsseler Pläne für eine europaweite Einlagensicherung steigende Ansteckungsgefahren für das Finanzsystem.

Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands Quelle: dpa

„Meine Sorge ist, dass Unsicherheit in andere Euro-Staaten exportiert wird, wenn in einem Land Kreditinstitute in Schwierigkeiten geraten und alle über ein gemeinsames Sicherungssystem verbunden sind“, sagte DSGV-Präsident Georg Fahrenschon im Gespräch mit der WirtschaftsWoche.

Brüssel will die Pläne für ein zentrales Einlagensicherungssystem namens EDIS an diesem Freitag deutlich voranbringen. Fahrenschon bezeichnete das Projekt als „eine Art zentralistische Zwangshaftung“, welche die Eigenvorsorge der Banken gegen Krisen untergrabe. Der DSGV sammelt im Kampf dagegen immer mehr Unterstützer. „Unsere Position wird von der deutschen Wirtschaft, dem Bundestag, der Bundesregierung und der Bundesbank geteilt“, sagte Fahrenschon. Auch in Europa erhalte die Position der Sparkassen immer mehr Zustimmung.

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