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Anlagenbau Gea will profitabler werden

Maschinenbauer GEA

Der Konzerngewinn des Anlagenbauer Gea sinkt, die Dividende steigt und das Ebitda stagniert. Aber der Unternehmen hat das Ziel rausgegeben bis 2022 profitabler werden zu wollen.

Der überwiegend für die Nahrungs- und Getränkeindustrie produzierenden Anlagenbauer Gea will profitabler werden. Bis 2022 solle die operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) auf 13,5 bis 15,5 Prozent von zuletzt 12,2 Prozent steigen, kündigte Vorstandschef Jürg Oleas am Donnerstag an. Die Erlöse sollen jährlich im Schnitt um 3,5 bis 4,5 Prozent wachsen.

Um die Ziele zu erreichen, werde er unter anderem margenschwache Unternehmensteile auf den Prüfstand stellen. "Wir sind davon überzeugt, dass wir so auch in einem erwartet herausfordernden Marktumfeld nachhaltiges Wachstum mit einer starken Marge verbinden können", so Oleas. Die Aktionäre sollen wie bisher am Gewinn beteiligt werden und die Ausschüttungsquote mindestens 40 bis 50 Prozent betragen.

Im laufenden Jahr sollen die jüngsten Zukäufe dem unter Druck geratenen Konzern auf die Sprünge helfen. Oleas rechnet 2018 mit einem Umsatzplus zwischen fünf und sechs Prozent und einer Ebitda-Marge zwischen zwölf und 13 Prozent.

Mit dem mauen Ausblick vergraulte Gea seine Anleger: Die Aktien rutschten um über drei Prozent auf 37,56 Euro an das Ende des MDax. Händler bemängelten, dass das Wachstum vor allem von den Zukäufen kommen solle. Der Anlagenbauer habe zudem mit seinen Gewinnwarnungen 2017 viel Vertrauen verloren. Der Ausblick für die Gewinnentwicklung sei zudem weiter gedämpft, kommentierten die Analysten von Baader Helvea. Das Umfeld für Gea bleibe schwierig.

Gea kommt bei seinen Kosteneinsparungen langsamer voran als geplant und musste seine Gewinnziele für 2017 zwei Mal zurücknehmen. Bei einem Umsatzplus von 2,5 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro stagnierte das Ebitda bei 564 Millionen Euro. "Vor allem im zweiten Halbjahr 2017 wirkte sich der starke Euro negativ aus", so Oleas. Darüber hinaus hätten sich Kunden wegen der anhaltenden Schwäche in der Milchverarbeitung bei Investitionen zurückgehalten. So sank das Konzernergebnis 2017 um 14,5 Prozent auf 243,3 Millionen Euro. Gleichwohl sollen die Aktionäre eine um fünf Cent auf 80 Cent angehobene Dividende erhalten.

Oleas hatte bereits angekündigt, margenschwache Geschäftsteile mit insgesamt mehreren hundert Millionen Euro Umsatz auf den Prüfstand zu stellen. Der Manager musste einräumen, dass die durch den Konzernumbau erwarteten Einsparungen von 125 Millionen Euro sich erst mit mehreren Jahren Verzögerung voll auswirken werden.

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