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Burger-King-Chef Andreas Bork "Wir müssen Vertrauen zurückgewinnen"

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So schätzt Bork die Zukunft von Burger King ein

Dienstleister



War Frau Gottschalk nicht vorher für die Franchisenehmer zuständig und damit auch für die ungelösten Probleme bei Yi-Ko?
Wir haben auf Missstände hingewiesen und uns mit der Yi-Ko zusammengesetzt - auch ich persönlich. Im Nachhinein steht außer Frage, dass das nicht ausgereicht hat. Nicole Gottschalk ist eine meiner engsten Mitarbeiterinnen, hat über 20 Jahre Erfahrung, hat selber Restaurants geführt und unsere Trainingsabteilung geleitet. Sie weiß, wie man 90 Restaurants zu führen hat und ist deshalb genau die Richtige.

Wann wird das Geschäft wieder auf Vorkrisenniveau sein?
Wir sehen eine leichte Verbesserung, aber ich habe keine Kristallkugel und kann das noch nicht abschätzen. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass Vertrauen unserer Gäste zurückzugewinnen. Wenn uns das gelingt, wird sich alles andere auch positiv entwickeln.

Viele Yi-Ko Mitarbeiter klagten über ausstehende Löhne oder Zuschläge. Wurden die nachgezahlt?
Sie spielen auf die Gerichtsverfahren an. Unser Ziel ist es, 90 Prozent dieser Verfahren in den nächsten Wochen beizulegen. Bei der Yi-Ko werden wir ab Juni nach Tarif zahlen. Außerdem werden wir bundesweit keine neuen Franchiseverträge abschließen und keine verlängern, wenn der Lizenznehmer sich nicht verpflichtet, nach Tarif zu zahlen. Wir sind auch in intensivem Kontakt mit unseren Franchisenehmern und schauen, dass sich alle bereit erklären, nach Tarif zu zahlen. Die meisten tun das zwar bereits, aber es wäre dennoch ein starkes Signal, wenn wir dies bundesweit einheitlich tun.

Dadurch steigen die Kosten, zudem bleiben derzeit Gäste weg - was trifft Sie härter?
Das ist nicht die Frage, sondern wie schnell sich die Situation wieder normalisiert. Wir sind zuletzt stark gewachsen, hatten die drei besten Jahre in der Unternehmensgeschichte. Jetzt müssen wir aber erst einmal wieder das Vertrauen der Gäste zurückzugewinnen.

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    Was erwarten Sie für das Gesamtjahr und wird es überhaupt noch Neueröffnungen geben?
    Zu Umsätzen kann ich wegen unserer Börsennotierung nichts sagen. Wir sehen aber noch ordentliches Wachstumspotenzial. Bei Eröffnungen arbeiten wir langfristig, da dauern die Planungen meist ein Jahr und länger. Wir hatten gerade eine Neueröffnung und eine in den nächsten Tagen.

    Ohne den Wallraff-Bericht liefe es bei Yi-Ko noch immer so?
    Es hat sicherlich einiges beschleunigt. Wir müssen unsere Hausaufgaben ganzheitlich machen. Gute Quickservice-Gastronomie ist weiterhin im Trend. Burger King ist eine starke Marke mit vielen Fans – aus beidem schöpfen wir unsere Zuversicht.

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