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„Größte Enttäuschung, die ich je erlebt habe“ Milliardär Kühne bereut millionenschwere Hilfe für den HSV

Exklusiv
„Der HSV war die größte Enttäuschung, die ich je erlebt habe in meinen Aktivitäten“, sagt Klaus-Michael Kühne. Quelle: Matthias Haslauer für WirtschaftsWoche

HSV-Mäzen und -Anteilseigner Klaus-Michael Kühne bereut seine millionenschwere Unterstützung für seinen Lieblingsverein. „So wie es gelaufen ist, würde ich es sicherlich nicht wieder machen“, sagte Kühne.

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Der aus Hamburg stammende Mehrheitseigner des Speditionsriesen Kühne + Nagel, der laut „Forbes“ mit einem Vermögen von 12,3 Milliarden Euro zu den 100 reichsten Menschen der Welt zählt, hat dem Hamburger Sportverein in den vergangenen Jahren rund 60 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Dennoch spielt die Mannschaft gegen den Abstieg in die zweite Bundesliga. „Der HSV war die größte Enttäuschung, die ich je erlebt habe in meinen Aktivitäten“, sagte Kühne.

Kühne widersprach dem Vorwurf, er wolle durch seine Finanzhilfen Geld am HSV verdienen. Der Verein müsse einen Großteil der Kredite nur zurückzahlen, wenn er Spitzenplätze erreicht. „Insofern ist es Geld, das man im Geiste abschreiben muss.“ Der HSV sei für ihn finanziell ein Verlustgeschäft. Er wolle keinen großen Einfluss. „Ich will nur dem Verein helfen.“

Der im vergangenen Februar gewählte HSV-Präsident Bernd Hoffmann gelte als Macher, „aber auch als Alleinunterhalter. Wie überall im Leben muss man teamfähig sein und nicht nur auf seine eigene Kraft vertrauen – da bin ich ein bisschen skeptisch, ob das gelingt.“ Angesprochen darauf, ob Hoffmann ihn in die Planung miteinbeziehe, sagte Kühne: „Einbeziehen ist zu viel gesagt. Es gibt einen Informationsaustausch.“

Dass der HSV vor kurzem ohne zusätzliches Geld von ihm die Lizenz für die erste und zweite Bundesliga erhalten hat, sei laut Kühne nur möglich gewesen, weil der Verein seine Vermarktungsrechte über viele Jahre veräußert habe: „Damit haben sie das Tafelsilber verkauft. Ich hätte das nicht so gemacht. Aber na gut, dann brauchte ich nicht anzutreten. Das war auch ein Trost.“

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