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Hermes Jeder Paketbote soll 9,50 Euro die Stunde verdienen

Exklusiv
Die Arbeitsbedingungen für Paketboten bei Hermes sollen sich zukünftig verbessern. Alle Paketboten sollen denselben Stundenlohn erhalten. Quelle: dpa

Hermes will sicherstellen, dass seine Paketboten mehr als den Mindestlohn verdienen, auch wenn sie bei Subunternehmen eingestellt sind. Das ungebändigte Wachstum im Onlinehandel setzt die Paketbranche unter Druck.

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Der Paketdienst Hermes will die Arbeitsbedingungen seiner Paketboten verbessern. „Wir haben uns intern den Standard gesetzt, dass jeder Hermes-Bote aktuell mindestens 9,50 Euro die Stunde verdienen soll“, sagte Europa-Chefin Carole Walker der WirtschaftsWoche. Noch in diesem Jahr solle sich dieser interne Standard auf 10 Euro die Stunde erhöhen. Mit externen Prüfern will Hermes kontrollieren, ob die Subunternehmer diese Standards auch einhalten. Allein im vergangenen Jahr habe sich der Paketdienst deshalb von 13 Vertragspartnern getrennt, erklärte das Unternehmen.

Hermes unterstütze das Gesetzesvorhaben von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD), Paketdienste haftbar zu machen, wenn deren Subunternehmer keine Sozialbeiträge für ihre Angestellten zahlen. „Wir begrüßen das Ziel des Gesetzesvorhabens, faire Arbeitsbedingungen in der Paketbranche noch besser zu gewährleisten“, sagte Walker. „Wir müssen über die gesamte Branche hinweg sicherstellen, dass Paketboten vernünftige Löhne bekommen.“ CDU und SPD wollen im Koalitionsausschuss am 14. Mai über den Gesetzesvorschlag beraten.

Die Paketbranche steht unter enormem Druck. Der Onlinehandel wächst stark, die Paketdienste müssen deshalb in mehr Kapazität investieren und mehr Mitarbeiter anwerben. Hermes hat im vergangenen Jahr in Europa 817 Millionen Pakete transportiert, das sind 6,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz stieg jedoch nur um 6 Prozent auf 3,2 Millionen Euro und wuchs damit langsamer als in den Jahren zuvor. 2018 sei ein „herausforderndes Jahr“ gewesen, so Walker. „Die Preise müssen sich endlich den Kosten anpassen“, fordert Europachefin Walker.

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