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Immobilienunternehmen Adler Group verkauft knapp 15.000 Wohnungen an Investor KKR

Der Immobilienkonzern Adler will sich mit einem Wohnungsverkauf Luft verschaffen. Quelle: dpa

Der von Leerverkäufern attackierte Immobilieninvestor Adler hat erneut ein Wohnungspaket an den Finanzinvestor KKR verkauft. Damit will das Unternehmen seine hohen Schulden abbauen.

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Der von hohen Schulden belastete Immobilieninvestor Adler Group verschafft sich mit dem Verkauf eines großen Wohnungspakets an den Finanzinvestor KKR weiter Luft. Adler habe eine Vereinbarung mit KKR zur Übernahme von knapp 15.000 vor allem in Ostdeutschland gelegenen Wohnungen unterzeichnet, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Der vereinbarte Immobilienwert betrage 1,05 Milliarden Euro. Die Adler Group erwarte aus der Transaktion einen Nettoerlös von rund 600 Millionen Euro. KKR kündigte an, das Tochterunternehmen Velero werde die Bewirtschaftung des vorwiegend aus Mietwohnungen bestehenden Portfolios übernehmen. Durch die Transaktion wachse das von Velero verwaltete Portfolio auf mehr als 23.000 Wohneinheiten, Velero gehöre damit zu den größten privaten Unternehmen auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt.

Adler hatte zuvor bereits den Verkauf von über 15.000 Wohnungen an den Immobilien-Konzern LEG in trockene Tücher gebracht. Die Düsseldorfer übernahmen von Adler für knapp 1,3 Milliarden Euro rund 15.400 Wohnungen mit regionalem Schwerpunkt in Norddeutschland. Zudem sichert sie sich mit einer Übernahme des Adler-Anteils und weiterer Aktien den Zugriff auf die niederländische Wohnungsgesellschaft BCP.

Adler kündigte an, mit dem Mittelzufluss aus dem jüngsten Verkauf die Bilanz weiter entschulden zu wollen. Das Unternehmen werde sein Ziel erreichen, den Verschuldungsgrad (LTV) auf unter 50 Prozent zu senken.



Der Verschuldungsgrad LTV war bei Adler zuletzt per Ende September weiter angestiegen und lag bei 57 Prozent. Investoren hatten eine Senkung der Verschuldung gefordert. Adler war in der Vergangenheit auch durch den britischen Leerverkäufer Fraser Perring unter Druck geraten. Dieser hatte mit Blick auf die Bilanzierungsmethoden Vorwürfe gegen die Adler Group erhoben, die den Aktienkurs gedrückt hatten. Am Morgen legten Adler-Aktien angesichts des Verkaufs der Immobilien an KKR aber um rund 4,6 Prozent zu.

Mehr zum Thema: Seit Jahren fällt das Immobilienunternehmen Adler Real Estate durch zweifelhafte Geschäfte auf. Viele Investoren kauften die Aktie trotzdem. Wegen einer gerade veröffentlichten kritischen Studie könnte die Adler Group aber nun ernsthaft unter Druck geraten. Lesen Sie hier alle Hintergründe.

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