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Marktforschung GfK verordnet sich Sparprogramm

Dezentral, analog zu komplex: Die kriselnde GfK will die eigenen Schwächen erkannt haben. Nun soll der Großumbau erfolgen. Bis zu 500 Stellen stehen auf dem Spiel. Gleichzeitig wird die Digitalisierung vorangetrieben.

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Das Marktforschungsunternehmen will den Weg aus der Krise schaffen. Quelle: dpa

Nürnberg Mit einem radikalen Konzernumbau will der Marktforscher GfK in die Erfolgsspur zurückfinden. Dabei könnten an den deutschen Standorten insgesamt 500 Stellen gestrichen werden, bestätigte ein Sprecher am Donnerstag auf Nachfrage. Ein solcher Schritt sei Teil weltweit geplanter Kosteneinsparungen von rund 200 Millionen Euro. In Deutschland sollten die Kosten um rund 20 Prozent sinken, hieß es in einer Mitteilung. Zu dem Stellenabbau werde es Gespräche mit Arbeitnehmervertretern geben.

Zugleich will der Konzern rund 100 Millionen Euro gerade in die Digitalisierung stecken, um wettbewerbsfähiger zu werden. Dazu zähle, dass Kunden künftig schneller auf bisher nur dezentral verfügbare Marktforschungsdaten zugreifen sollen. „GfK ist zu komplex geworden und hat wichtige Trends – gerade in der Digitalisierung – verpasst, die auch kundenseitig in den vergangenen Jahren zu Veränderungen und neuen Anforderungen geführt haben“, sagte Chef Peter Feld.

Auch die Geschäftsbereiche werden neu geordnet: Die bisherigen Felder Consumer Experiences und Consumer Choices werden laut einem Sprecher aufgelöst, künftig soll das Geschäft in den zwei Teams GfK Digital und GfK Research gebündelt sein.

Zu schaffen machte dem Konzern zuletzt vor allem die wachsende Konkurrenz von Start-ups, die laut GfK bei den Kunden mit preiswerten Online-Befragungen punkten. Als Reaktion auf den Abwärtstrend holte der GfK-Verein 2016 den Finanzinvestor KKR ins Boot, mit dem der Abschied von der Börse eingeleitet wurde. Davon erhofft sich die Führung mehr Spielraum und Planungssicherheit bei Entscheidungen.

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