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Milliardenbetrug Fast alle Gläubiger akzeptieren einen Vergleich im P&R-Prozess

Der größte Teil der 54.000 Gläubiger würde sich mit einem Vergleich zufrieden geben. Ob er aber auch zustande kommt, entscheidet sich erst im Herbst.

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Nach der Insolvenz stellte sich heraus, dass rund eine Millionen der verkauften Container nur auf dem Papier existierten. Quelle: dpa

München Im womöglich größten Betrugsfall der deutschen Nachkriegsgeschichte will sich ein erheblicher Teil der 54.000 geprellten Gläubiger mit einem Vergleich zufrieden geben. Mittlerweile haben über 98 Prozent der ehemaligen Kunden der Münchner Containervermietungsgesellschaft P&R dem Vergleichsvorschlag des Insolvenzverwalters Michael Jaffé zugestimmt, wie dessen Kanzlei am Freitag mitteilte.

Ob der Vergleich tatsächlich zustande kommt, könnte sich erst im Herbst entscheiden. Der Insolvenzverwalter muss zunächst sämtliche Antworten auf den Vergleichsvorschlag abwarten und auswerten. Dabei sind allerlei Komplikationen möglich, darunter doppelt angemeldete Forderungen. Außerdem werben manche Anwälte um ehemalige P&R-Kunden als Mandanten – mit dem Rat, den Vergleich nicht anzunehmen.

P&R hatte rund 1,6 Millionen Container an Privatanleger verkauft. Nach der Insolvenz stellte sich jedoch heraus, dass gut eine Millionen der verkauften Container nur auf dem Papier existierte. Insgesamt hatten die P&R-Kunden der Firma zum Zeitpunkt der Pleite im Frühjahr 2018 rund 3,5 Milliarden Euro anvertraut.

Jaffé hofft, bis Ende 2021 etwa 560 Millionen der 3,5 Milliarden Euro hereinholen zu können, in den Folgejahren weitere Beträge.

Mehr: Die juristische Aufarbeitung des Mega-Skandals um den Containervertrieb P&R könnte ausfallen. Aus gesundheitlichen Gründen wird auf einen Prozess gegen Roth verzichtet.

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