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Muttertag Was Mütter sich wirklich wünschen

Am Sonntag ist es wieder soweit: Kinder überhäufen ihre Mütter mit selbstgemalten Bildern, Pralinen und Blumen. Doch was wünschen sich Mütter eigentlich zum Muttertag? Und woher kommt dieser Brauch?

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Was Mütter sich zum Muttertag wünschen
Junge schenkt Mutter Blumen Quelle: dpa
Frühstücks-Ei Quelle: ZB
Wellness Frau Gesichtsmaske Quelle: AP
Familie steht am Meer Quelle: dpa

Es gibt für ihn kein festes Datum, und deshalb geraten Kinder und Väter im Mai oft in Stress: Der Muttertag wird am zweiten Sonntag im Mai gefeiert - und leicht vergessen. Doch bevor hektisch gedichtet, gemalt oder ein Kasten Pralinen aus dem Supermarkt besorgt wird, sollte man wissen:
Das ist gar nicht das, was Mütter wollen.

Eine Umfrage des Online-Familien-Portals Eltern.de zeigt, dass Blumenstrauß, Süßkram und Co. ganz hinten auf der Beliebtheitsskala rangieren. Viel wichtiger ist den Müttern, gemeinsame Zeit mit ihren Lieben zu verbringen. Das deckt sich auch mit einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit und der Zeitschrift „familie&co“, laut der sich nahezu die Hälfte der Eltern mit minderjährigen Kindern in Deutschland mehr Zeit für die Familie wünscht.

Ein besonders hoher Wert für ein harmonisches Familienleben wird demnach gemeinsamen Mahlzeiten, Familienausflügen und Spielenachmittagen zugemessen. Grund genug, am Muttertag auf gemeinsame Aktivitäten zu setzen, anstatt Geld zu Floristen und Konditoren zu tragen.

Woher kommt der Muttertag?

Vater und Sohn Quelle: dpa

Woher kommt der Brauch des Muttertags in Deutschland eigentlich? Weit verbreitet sind die Annahmen, dass er seinen Ursprung in der Nazizeit findet oder von Blumenhändlern erfunden wurde. Doch das stimmt so nicht: Der Muttertag geht auf eine Initiative der amerikanischen Frauenrechtlerin Anna Jarvis zurück. Um ihre 1905 gestorbene Mutter zu ehren und auf Probleme von Frauen aufmerksam zu machen, forderte sie einen Festtag für alle Mütter.

1914 erklärte US-Präsident Woodrow Wilson den zweiten Mai-Sonntag zum landesweiten Muttertag. Floristik-Organisationen brachten den Tag dann nach Europa. In
Deutschland wurde die Idee im Jahr 1923 aufgegriffen. Der Muttertag ist also keine Erfindung der Nationalsozialisten. Die Nazis nutzten den Tag jedoch für ihre Mutter-Propaganda.

Heute sehen viele Menschen die Wandlung zum reinen Geschenktag kritisch. Psychologen glauben, dass viele Männer am Muttertag auch ein wenig ihr schlechtes Gewissen beruhigen wollen - weil die Frau nach wie vor mehr bei der Hausarbeit und Kindererziehung macht.

Moderne Typologie der Mama

In Arbeit
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Die Rolle der Frau und Mutter hat im Zuge des gesellschaftlichen Umbruchs einen erheblichen Wandel erfahren. Dass das alte Bild vom Heimchen am Herd längst hinfällig ist, zeigte etwa die aus China stammende Yale-Professorin Amy Chua: Mit ihrem heftig umstrittenen Erfolgs-Buch „Die Mutter des Erfolgs: Wie ich meinen Kindern das Siegen beibrachte“ (Battle Hymn Of The Tiger Mother) prägte sie das Bild der "Tiger-Mutter", die ihre Kinder mit äußerster Strenge zu Disziplin und Erfolg antreibt.

Weniger hart, aber für die Kinder sicher oftmals nicht weniger nervig ist der Typ "Helikopter-Mutter": Eine moderne Glucke, die wie ein Hubschrauber permanent über ihren Kindern kreist, sie überwacht und gängelt.

Ob der krasse Gegensatz, die anti-autoritäre "Chaos-Mutter", die nichts von Grenzen und Spielregeln für ihre Sprößlinge hält, unbedingt besser ist, sei mal dahin gestellt.

Mit Material von dpa

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