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SchienenverkehrBahn macht offenbar Milliarden-Verlust – Schenker ist profitabel

Größter Verlustposten ist einem Medienbericht zufolge das Netz. Dort erwartet die Bahn allerdings Rückzahlungen des Bundes. Auch im Fern- und Güterverkehr verliert der Konzern Geld. 24.07.2024 - 15:16 Uhr

Die Deutsche Bahn hat im ersten Halbjahr 2024 Konzernunterlagen zufolge einen Verlust von über einer Milliarde Euro eingefahren. Das Minus inklusive der Zinszahlungen des hoch verschuldeten Konzerns lag bei 1,2 Milliarden Euro, wie aus den Papieren hervorgeht, die Reuters am Mittwoch vorlagen. Allein im operativen Geschäft (Ebit) belief sich der Verlust auf 680 Millionen Euro.

Im Vorjahreszeitraum hatte die Bahn hier noch einen Gewinn von 331 Millionen Euro erzielt. Ein großer Teil des Verlustes entfällt auf das marode Netz, in das Milliardensummen fließen. Zum Teil ist die Bahn allerdings in Vorleistung für den Bund gegangen, der die Netz-Investitionen hauptsächlich zahlen muss. Sie erwartet daher erhebliche Rückzahlungen in diesem Jahr. Das Unternehmen selbst wollte sich nicht äußern und verwies auf die Pressekonferenz am Donnerstag.

Außer dem Netz stecken aber auch fast alle anderen Geschäftsfelder des Unternehmens in Deutschland noch tiefer in den roten Zahlen: Der Fernverkehr mit ICE und IC mit 230 Millionen Euro und die Güterbahn mit 260 Millionen Euro. Das spiegelt sich auch in den schrumpfenden Erlösen wider. Im Gesamtkonzern wurden den Papieren zufolge Einnahmen von 22,3 Milliarden Euro verzeichnet, im ersten Halbjahr 2023 waren es noch fast 25 Milliarden.

Nennenswert schwarze Zahlen schrieb allein die internationale Spedition Schenker, die zum Verkauf steht. Sie erzielte einen Betriebsgewinn von gut 500 Millionen Euro, aber auch dies waren 100 Millionen Euro weniger als im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen könnte aber sein Jahresziel von gut einer Milliarde Euro erreichen.

Bahnchef Richard Lutz hatte nach dem Betriebsverlust 2023 von fast einer Milliarde Euro für das Gesamtjahr 2024 wieder einen Betriebsgewinn von einer Milliarde Euro angekündigt. Dieser kann aber nur mit den Rückzahlungen des Bundes erreicht werden.

rtr
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