BASF-Tochter Wintershall streckt Fühler nach Brasilien aus

Ein Verteilerkreuz einer Ölleitung der Firma Wintershall. Quelle: dpa

Die Öl- und Gasgesellschaft Wintershall will ihr Geschäft in Südamerika ausweiten und hat dabei insbesondere Brasilien im Blick. Noch in diesem Jahr soll der Konzern mit dem Rivalen Dea fusionieren.

Die BASF-Tochter Wintershall will ihr Geschäft in Südamerika ausbauen. "Die Küste Brasiliens gilt als eine der vielversprechendsten Ölregionen der Welt. Wintershall will sich dort an der Suche nach Öl und Gas beteiligen", sagte Vorstandschef Mario Mehren am Mittwoch in Kassel. Deutschlands größer Öl- und Gasproduzent wolle dort bei den kommenden Lizenzrunden mitmischen und sich um Explorationslizenzen bewerben. Bislang ist Wintershall in Südamerika nur in Argentinien vertreten und ist dort der viertgrößte Erdgasproduzent.

Die Kasseler Öl- und Gasgesellschaft soll noch in diesem Jahr mit dem Rivalen Dea zusammengeschlossen werden. BASF-Finanzchef Hans-Ulrich Engel hatte den Abschluss der Fusion für das Ende des dritten Quartals in Aussicht gestellt. "Das ist eine Perspektive, die zu Wintershall passt, eine weitere Wachstumsperspektive", sagte Mehren. Im laufenden Jahr will Wintershall, wie schon von BASF vergangene Woche angekündigt, Umsatz und Betriebsergebnis (Ebit) vor Sondereinflüssen deutlich steigern. Dazu sollen Preiserhöhungen und neu in Betrieb genommene Felder insbesondere in Norwegen beitragen. Für 2018 plant Wintershall einen neuen Produktionsrekord, nachdem die Produktion im vergangenen Jahr bei dem Rekord von 2016 von 165 Millionen Barrel Öläquivalent (BOE) stagnierte.

Der geplante Zusammenschluss mit Dea ist in der Prognose noch nicht berücksichtigt. 2017 war der Umsatz um 17 Prozent auf 3,24 Milliarden Euro gestiegen. Das bereinigte Ergebnis erhöhte sich um gut 53 Prozent auf 793 Millionen Euro, wozu vor allem höhere Öl- und Gaspreise sowie Kostensenkungen beitrugen.

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