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Kriselnder Essener Kohlestromkonzern Remondis prüft Einstieg bei Steag

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Steinkohlekraftwerk Walsum des Energiekonzerns Steag in Duisburg Quelle: imago images

Der Abfallentsorger Remondis soll kommunale Anteile am Essener Energiekonzern Steag übernehmen.

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Guntram Pehlke, Chef der Dortmunder Stadtwerke DSW21 und Aufsichtsratsvorsitzender des Essener Energiekonzerns Steag hat einen neuen Kapitalgeber für den kriselnden Kohlestromkonzern gefunden. Der Abfallentsorger Remondis prüfe den Einstieg bei der Steag, heißt es in Aufsichtsratskreisen. Remondis soll Steag-Anteile von Stadtwerken übernehmen und zusammen mit Dortmund – mit 36 Prozent größter Anteilseigner der Steag – zum Mehrheitseigentümer des Kohlekonzerns werden, heißt es.

Remondis hatte schon 2010 Interesse an der ehemaligen Tochter des Essener Chemiekonzerns Evonik geäußert. Damals bekam aber ein Stadtwerke-Konsortium aus den sechs Ruhrgebietsstädten Essen, Dortmund, Oberhausen, Duisburg, Bochum und Dinslaken den Zuschlag. Sie zahlten für die Evonik-Tochter 1,2 Milliarden Euro. Inzwischen möchten einige Stadtwerke ihren Anteil wieder loswerden, etwa Oberhausen und Dinslaken. Denn der Essener Versorger kämpft mit sinkenden Gewinnen. „Wir prüfen ergebnisoffen, wie die notwendige finanzielle Ausstattung der Steag dargestellt werden kann“, sagte ein Sprecher der Dortmunder Stadtwerke. Dazu gehöre auch die mögliche Aufnahme eines neuen Gesellschafters, der zusätzliches Kapital bereitstellen könne. Steag und Remondis wollten sich zu den Plänen nicht äußern.

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