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Coronakrise Bei der British-Airways-Mutter IAG stehen 12.000 Jobs auf der Kippe

Der Luftfahrtkonzern verbucht wegen der Krise einen Milliardenverlust. Aus diesem Grund erwägt er nun einen drastischen Stellenabbau.

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Die Krise setzt den Mutterkonzern IAG unter Druck. Quelle: Reuters

Die British-Airways-Mutter IAG hat im ersten Quartal angesichts der Coronakrise einen milliardenschweren Verlust eingefahren und erwägt einen drastischen Stellenabbau. Im Lichte der Covid-19-Ausbreitung und weil es voraussichtlich einige Jahre brauchen werde, bis die Passagiernachfrage wieder das Niveau von 2019 erreiche, will das Unternehmen mit seinen Gewerkschaften über eine Restrukturierung mit Stellenabbau sprechen.

Es gehe zunächst um Vorschläge für Gespräche, aber die meisten von zuletzt rund 45.000 Mitarbeitern der Fluglinie dürften betroffen sein, teilte IAG am Dienstag mit. Bis zu 12.000 Jobs könnten den Plänen demnach gar zum Opfer fallen.

Der um Sondereffekte bereinigte Verlust habe zwischen Januar und März 535 Millionen Euro betragen, teilte die Fluggesellschaft weiter mit. Ein Jahr zuvor hatte IAG noch einen operativen Gewinn von 135 Millionen Euro gemacht.

Zum Ergebnis unterm Strich machte das Unternehmen zunächst keine Angaben. Im laufenden zweiten Quartal dürfte der Verlust noch bedeutend höher ausfallen, warnte IAG. Zusätzlich zum operativen Verlust falle aktuell für Währungs- und Kerosinpreissicherungsgeschäfte eine Belastung von 1,3 Milliarden Euro an, hieß es weiter.

Der Konzernumsatz sank in den ersten drei Monaten im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro. Detaillierte Zahlen will der Konzern am 7. Mai vorlegen. Ende März habe der Konzern Finanzmittel von 9,5 Milliarden Euro zur Verfügung gehabt, davon 6,95 Milliarden Euro als Barmittel. Zu IAG gehört neben British Airways auch die Fluggesellschaften Iberia, Vueling, Aer Lingus und Level.

Mehr: Lufthansa ringt um Rettungspaket – Airline prüft auch Insolvenz im Schutzschirmverfahren.

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