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PreisfrageDarum sind viele Zimmerpflanzen so teuer

Egal ob Monstera oder Strelitzie – exotische Zimmerpflanzen liegen im Trend. Die hohen Preise hängen oft mit der aufwendigen Anzucht zusammen.Lara Dehari 08.05.2025 - 09:22 Uhr
Die Monstera liegt im Trend. Foto: De Agostini/Getty Images

Sie finden sich in jeder hippen Altbauwohnung: Exotische Zimmerpflanzen sind insbesondere bei Städtern sehr beliebt. Das Phänomen wird als „Urban Jungle“ bezeichnet, zu deutsch städtischer Dschungel, und beschreibt die begrünte Wohnung. Zimmerpflanzen sorgen nicht nur für bessere Luft, sie sind oft auch die günstigere Deko. Oft – denn einige Pflanzen haben es preislich in sich. Dazu gehören nicht nur besondere Kreuzungen, die Käufer häufig aufwendig importieren müssen und die sie mehrere Hundert Euro kosten können.

Bereits eine größere Monstera mit einer Höhe von 120 bis 130 Zentimetern kostet bei dem Onlinehändler Green me up 89,90 Euro. Der Großteil der Kosten entsteht für den Händler dabei in der Anzucht der Pflanzen selbst, nämlich 45 Prozent des Preises. Zehn Prozent wandern in Verpackung und Versand. 30 Prozent fließen in das Marketing und 15 Prozent sind Fixkosten für das Personal.

Das Unternehmen selbst sagt, Sonderpreise, wie der stationäre Handel sie oft anbiete, seien für kleine Onlinehändler nicht möglich. Auch deshalb seien die Pflanzen im Vergleich relativ teuer. Dafür setzten sie auf hochwertige Pflanzen und kurze Lieferketten.

Ein weiterer Faktor, der den Preis insbesondere größerer Pflanzen bestimmt: wie schnell sie wachsen. Denn je länger die Pflanze braucht, um die Verkaufsgröße zu erreichen, desto länger bleibt sie in der Obhut der Gärtner.

Neben den Pflanzen, die direkt vor Ort in Deutschland gezüchtet werden, werden auch viele Pflanzen aus dem Ausland importiert. 2024 wurden knapp über 150 Millionen grüne Zimmerpflanzen eingebracht. Seit 2016 hat sich diese Zahl mehr als verdoppelt. Pflanzen aus dem Ausland können aufgrund geringerer Personalkosten, aber auch wegen teils besserer Zuchtbedingungen kostengünstiger angeboten werden. Sie werden dann oft erst nach der Anzucht nach Deutschland transportiert.

Doch das hat auch eine Kehrseite: In Ägypten, Äthiopien, Kenia oder Costa Rica, wo laut BUND die meisten Zimmerpflanzen herkommen, werden Arbeiter oft ausgebeutet und haben eine unzureichende Schutzausrüstung im Umgang mit Pestiziden. Nachhaltig ist der Massenabbau und Import ebenfalls nicht. Verbraucher haben jedoch wenig Chancen, die Herkunft von Zimmerpflanzen auszumachen. Denn Händler sind nicht verpflichtet, das Herkunftsland ihrer Pflanzen anzugeben.

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