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Ferienflieger Condor entlässt Dutzende Mitarbeiter

In der Frankfurter Verwaltung muss etwa ein Fünftel der Mitarbeiter gehen. Einige von ihnen erledigten Aufgaben für die gesamte Thomas-Cook-Gruppe.

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Der Ferienflieger wird derzeit saniert. Quelle: dpa

Auf ihrem Sanierungskurs greift die Ferienfluggesellschaft Condor nun zu Entlassungen. In der zentralen Frankfurter Verwaltung müssen 170 von 750 Mitarbeitern gehen, bestätigte ein Unternehmenssprecher am Dienstag.

Dies könne zum Teil sozialverträglich und ohne Kündigungen vollzogen werden. Den übrigen Betroffenen biete man an, sich sechs Monate lang in einer Transfergesellschaft auf die nächsten beruflichen Schritte vorzubereiten. Zuvor hatte die „Bild-Zeitung“ darüber berichtet.

Die Fluggesellschaft befindet sich in einem so genannten Schutzschirmverfahren. Dort kann sie sich leichter von bisherigen Vertragspartnern wie auch von Personal trennen, um für künftige Investoren attraktiver zu werden.

Das Frankfurter Unternehmen war in die Pleite des britischen Mutterkonzerns Thomas Cook hineingezogen worden, hat aber in den vergangenen Jahren meist Gewinne eingeflogen. Airline-Chef Ralf Teckentrup will das Unternehmen möglichst als Ganzes erhalten. Derzeit wird die Gesellschaft mit einem Überbrückungskredit der staatlichen KfW-Bank über 380 Millionen Euro in der Luft gehalten.

Die nun zur Entlassung stehenden Mitarbeiter hätten zum Teil Aufgaben für die gesamte Thomas-Cook-Group erledigt, was nun nicht mehr notwendig sei, hieß es. Auch seien einzelne Arbeitsbereiche effizienter gestaltet worden. „Das ist eine schwierige Entscheidung, die notwendig ist, um die Zukunft von Condor und damit aller verbleibenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sichern“, sagte der Sprecher.

Entscheidungen zum fliegenden Personal gebe es noch nicht. Man sei mit den Gewerkschaften in sehr guten Gesprächen über die künftigen Konditionen.

Mehr: Der Bundesrechnungshof sieht in der Politik Versäumnisse bei der Klärung der Frage, wie Sicherheitskontrollen effizienter gemacht werden. Das Ministerium weist die Kritik zurück.

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